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Frederik Werning tritt im Südkreis für die SPD an

Zuhören ist sein Markenzeichen

Ahlen

Frederik Werning will in den Landtag. Der 32-jährige Ahlener tritt als Direktkandidat der SPD im Südkreis an.

Von Dierk Hartleb

Frederik Werning engagiert sich für Bildung, Umwelt und Mobilität. Der 32-jährige Ahlener bewirbt sich als Nachfolger von Annette Watermann-Krass um das Direktmandat im Südkreis.

Mit Zuhören kennt sich Frederik Werning aus. Der 32-Jährige zeigt diese Eigenschaft nicht nur in seiner Funktion als Gewerkschaftssekretär bei Verdi täglich, sondern auch im politischen Alltag. Zum Beispiel, als er kürzlich vor aufgebrachten Kindergarten-Eltern sprach, die vor dem Ahlener Rathaus gegen die in ihren Augen zu hohen Kita-gebühren demonstrierten. Als Sozialdemokrat steht er ohnehin hinter der Forderung seiner Partei, dass Bildung insgesamt kostenfrei zu sein hat. Aber als Ratsmitglied sind ihm auch die Zwänge geläufig, dass ein städtischer Haushalt begrenzt belastungsfähig ist und daher nur eine schrittweise Entlastung möglich ist. Vielmehr sieht er das Land in der Verantwortung, für eine Gebührenentlastung zu sorgen.

Frederik Werning

Am 15. Mai tritt der Ahlener erstmals als SPD-Kandidat und als Nachfolger für Annette Watermann-Krass im Südkreis an. Sein Ziel ist klar: das Direktmandat holten und im Land eine Mehrheit für Rot-Grün. Bildungs- und Chancengerechtigkeit ist für Werning ein Schlüsselbegriff: „Der Schulabschluss darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen“. Deshalb muss nicht jeder Abitur machen, aber es sollte zumindest im Bereich des Möglichen sein. Zugleich hat er Verständnis für die Nöte von Handwerk und mittelständischer Industrie, die um jede und jeden geeigneten Azubi kämpfen.

Ziel ist das Direktmandat

Als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität in Ahlen genießt „Friday for future“ a priori seine hohe Wertschätzung. Deren Engagement zeige, dass die Jugend keineswegs so unpolitisch sei wie immer behauptet, sondern bereit, sich temporär für Ziele zu engagieren. Die aktuelle Debatte um ein Embargo von russischen fossilen Energien wie Gas, Öl und Steinkohle oder ein von Russland verhängter Importstopp zeige, wie unsinnig die 1000-Meter-Abstandsregelung für Windräder sei und warum es beim Ausbau der erneuerbaren Energien so schleppend vorangehe. Darüber hinaus müsse die Batteriespeicher-Forschung intensiviert und mehr Nachdruck auf den energetischen Umbau von Gebäuden im Bestand gelegt werden.

Ja zur Einführung des Neun-Euro-Tickets

Von der Energiewende ist es gedanklich nicht weit zum Umsteuern bei der Mobilität. Ausdrücklich begrüßt er die von der Bundesregierung beschlossene Einführung des Neun-Euro-Tickets. Das könne aber nur ein erster Schritt sein, der von den Kommunen vertieft werden muss. Langfristig ist für ihn der öffentliche finanzierte ÖPNV anzustreben.

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