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Zustimmung für Erwerb von Gelände und Gebäude am Nonnengarten in Ahlen

Zukunft für Hospizzentrum ist gesichert

Kreis Warendorf

Auf dem jetzigen Hospizgelände am Nonnengarten in Ahlen kann es für den Verein Hospizbewegung im Kreis Warendorf jetzt vorangehen. Der Erwerb des Geländes sowie des Gebäudes ist nun in „trockenen Tüchern“.

Von Peter Schniederjürgen

Der neue Vorstand hat Großes vor für das Hospiz (v.l.): Schatzmeisterin Sigrid Große Halbuer, Schriftführerin Margret Weischer, stellvertretende Vorsitzende Anne Maasch, Beisitzer Jörg Kuster, Beisitzerin Iris Richter und Vorsitzender Norbert Westerhoff. Foto:

Lange herrschte Ungewissheit über die Zukunft des Hospizstandorts. Seit Ende August ist es klar. „Die Mitgliederversammlung stimmte dem Erwerb des jetzigen Geländes und Gebäudes zu“, sagt Johannes Horstmann, Assistent des Vorstands und Leitung des Hospizzentrums.

Damit hat der Verein Hospizbewegung im Kreis Warendorf die Zustimmung der Mitglieder, das Verkaufsangebot der Investorenfamilie Horstmann, die auch das Kloster in Warendorf umgebaut hat, anzunehmen.

„Wir sind auch sehr froh über die Mithilfe der Stadt“, ergänzt Johannes Horstmann. Denn hier liegt noch die vermutlich letzte Hürde, die Änderung des Bebauungsplans.

Auf dem jetzigen Hospizgelände am Nonnengarten in Ahlen, vormals ein Kloster des Ordens „Schwestern Unserer Lieben Frau“ aus Coesfeld, ist einiges geplant. „Wir haben das Glück, dass wir dank zahlreicher zweckgebundener Spenden das Objekt ohne Kreditaufnahme erwerben können“, freut sich Schatzmeisterin Sigrid Große Halbuer.

Ex-Klostergebäude

Doch von welcher Größe ist hier die Rede? „Das zu erwerbende Grundstück umfasst das Ex-Klostergebäude und den ehemaligen Friedhof, über 5000 Quadratmeter groß“, sagt der neue Vorsitzende des Hospizes, Norbert Westerhoff.

Für die Hospizbewegung im Kreis Warendorf ist das eine ideale Gelegenheit. Denn der Ort ist im ganzen Bereich gut eingeführt, gut zu erreichen und räumlich könnte es kaum besser sein. „Wir haben hier gute 900 Quadratmeter barrierefrei, wo ist so etwas sonst zu bekommen“, stellt der Vorsitzende klar. Allerdings kommen auf den Verein noch die Sanierungs- und Umbaukosten zu. Das Obergeschoss ist seit dem Auszug des Ordens, vor einer guten halben Dekade, im Leerstand. Hier sind aufwendige Maßnahmen nötig. Zeitgemäße Dämmung, Fenster, Heizanlage und technische Infrastruktur müssen installiert werden.

In einem weiteren Schritt ist die Anpassung des Obergeschosses geplant. „Hier werden Funktionsräume wie Umkleide- und Mitarbeiterräume entstehen“, berichtet Horstmann von den Vorstellungen. Dazu sollen Apartments für Angehörige der Hospizgäste eingerichtet werden. Auch Flächen für Aus- und Weiterbildung sollen entstehen, und die Vermietung von Flächen an das eng kooperierende Palliativmedizinische Forum Warendorf ist dann möglich.

Standort ist gut eingeführt.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. „Zunächst muss der Kauf ordnungsgemäß abgewickelt werden, dann sehen wir weiter“, betont Norbert Westerhoff. Dann wird der Aus- und Umbau sukzessive nach Stand der Mittel erfolgen. „Also, auf Sicht“, wie es der Beckumer formuliert. Sei der Kaufvertrag erst abgeschlossen, könne es zügig voran gehen. Dazu sei ein Ausschuss der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte geplant, der Vorstand und Bauleitung berät.

Liegt gut und ist für das Hospiz wie gemacht, das Haus am Nonnengarten. Foto: Peter Schniederjürgen
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