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Sommerfest des Kreises

Zusammenhalt weist Wege aus der Krise

Oelde-Stromberg

In der Krise heißt es zusammen stehen – und das Glas besser halb voll als halb leer zu sehen. Wie das geht, zeigte sich beim Sommerfest des Kreises Warendorf auf Haus Nottbeck.

Von Beate Kopmann

Moderatorin Ina Atig begrüßte die Gäste beim Sommerfest des Kreises Warendorf auf Haus Nottbeck. Foto: Beate Kopmann

Ohne Zusammenhalt läuft das nicht. Schließlich gilt es gerade, drei Krisen zu bewältigen, wie Landrat Dr. Olaf Gericke beim Sommerfest auf dem Kulturgut Haus Nottbeck sagte. Denn Corona sei noch nicht vorbei, der Krieg gegen die Ukraine halte die Welt in Atem, und die Energieknappheit stelle alle vor neue Herausforderungen.

Der wird mir doch nicht meinen Bagger wegnehmen? Vorsichtshalber hat der kleine Adrian sein Spielzeug fest im Griff, als er gemeinsam mit seinen Eltern Julia Bergmann und Dr. Sebastian Steinbach von Landrat Dr. Olaf Gericke und seiner Frau Jutta begrüßt wird. Foto:

Der Landrat dankte daher allen Ehrenamtlichen, die sich in der Pandemie für das Wohl anderer eingesetzt hatten. Darunter waren Hilfsorganisationen, die Bundeswehr, das THW, die Mitglieder der Krisenstäbe und viele mehr. Sie alle wurden bei diesem Fest in den Mittelpunkt gestellt. Besonders würdigte Gericke auch das Engagement vieler Bürger, die nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges ihre Häuser und Wohnungen für Geflüchtete geöffnet hatten. „Während des Syrienkrieges haben wir 2015/16 rund 5000 Menschen in eineinhalb Jahren untergebracht. Und jetzt waren es 3000 in nur drei Monaten“, bilanzierte der Landrat. Und ergänzte: „Es gibt keine Diskussion. Die Integration hat gut geklappt.“

Bedenken äußerte er allerdings wegen der Energieknappheit. „Wir sind ein starker Wirtschaftsstandort. Ich habe Sorge um die Betriebe. Die Wirtschaft, das ist der Ast, auf dem wir sitzen. Das ist unser Wohlstand.“

Trotz möglicher Engpässe dürfe sich die Gesellschaft nicht auseinanderdividieren lassen. Dann würde Putin sein Ziel erreichen. „Wir dürfen Gemeinsinn und Individualität nicht gegeneinander ausspielen“, so Gericke. Aber Gemeinsinn könne man nicht verordnen. Um ihn zu leben, brauche man das Ehrenamt. Eben darauf könne der Kreis allerdings auch zählen. Daher zeigte sich der Landrat optimistisch: „Wir können auch gut durch diese Krise kommen und müssen nicht alles schwarzmalen.“

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