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Kreisausschuss vertagt Entscheidung

Marke Münsterland: Vorgehen bei Finanzierung irritiert Politiker

Kreis Warendorf

Mittwoch soll das Geheimnis um die „Marke Münsterland“ gelüftet werden. Das will der Kreisausschuss abwarten, bevor er der Finanzierung zustimmt. Immerhin soll in den kommenden fünf Jahren eine Million Euro investiert werden, um das Marketing für die „Marke Münsterland“ mit Leben zu füllen.

Beate Kopmann

Der Weg zur Marke Münsterland: Er ist nicht nur lang. sondern auch richtig teuer. Foto: Wilfried Gerharz

Dagmar Arnkens-Homann (SPD) ärgerte sich darüber, dass über diese Summe im Vorfeld nie gesprochen worden sei. Deswegen lehne ihre Fraktion die Finanzierung ab, obwohl die SPD grundsätzlich zur Marke Münsterland stehe. Dass der Slogan zunächst geheim bleiben sollte, dafür habe sie Verständnis, „aber die Informationspolitik ist sehr befremdlich“.

Landrat Dr. Olaf Gericke äußerte Verständnis für diese Kritik. Im Aufsichtsrat des Münsterland e.V. hätten sich allerdings nur er selbst und der damalige Kreisdirektor Heinz Börger der Stimme enthalten, als alle beschlossen hatten, die Mitgliedsbeiträge deutlich zu erhöhen. Entstanden sei dieses Dilemma, weil der Münsterland e.V. seit Jahren unterfinanziert sei. Gericke betonte, bei der Marke gehe es darum, die Stärken der Region zu zeigen. Schließlich sei das Münsterland eine Wachstumsregion. „Diese Chance müssen wir nutzen.“

Dagmar Arnkens-Homann

Guido Gutsche (CDU) unterstützte das Anliegen, als Region besser wahrgenommen zu werden. „Bei der Entwicklung der Marke an sich hätte man aber weiter sein können“, äußerte auch Gutsche Bedenken.

Markus Diekhoff (FDP) bezeichnete die „Marke Münsterland“ als längst überfällig. „Wir müssen sichtbar werden und dürfen uns nicht auf Idylle reduziert lassen.“

Dr. Christian Blex (AfD) lehnte es ab, „eine Million Euro für Werbung ohne Inhalt“ auszugeben.

Der Kreistag wird in seiner Sitzung am 5. Juli über die weitere Finanzierung der „Marke Münsterland“ entscheiden.

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