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Erstes Zusammentreffen des „Runden Tisches Zementwerke“

Modell-Revier für klimaschonende Zementproduktion

Beckum

Der erste Runde Tisch kam jetzt im Beckumer Zementwerk Phoenix zusammen. Neben Rehbaum und dem Geschäftsführer von Phoenix Zement, Marcel Krogbeumker, saßen mit der Denkfabrik Agora Energiewende Vertreter aus der Forschung zusammen mit Praktikern aus dem Anlagenbau an einem Tisch.

Marcel Gustav Krogbeumker (Geschäftsführer Phoenix Zementwerk Beckum), Henning Rehbaum (CDU-Bundestagsabgeordneter) und Dr. Martin Eckert (Polysius AG) tauschten sich aus.

„Egal auf welche Baustelle man guckt – ob im Wohnungsbau, bei Schienenstrecken, Windkraftanlagen oder beim Brückenbau: Zement wird als Baustoff gebraucht“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum (Albersloh).

„Gleichzeitig müssen wir die Klimaziele von Paris erreichen. Welchen positiven Beitrag kann die Zementindustrie zu erfolgreichem Klimaschutz leisten? Zu dieser Frage habe ich als Schirmherr einen Runden Tisch für die Zementindustrie in der Region ins Leben gerufen.“

Großes Potenzial für den Klimaschutz

Der erste „Runde Tisch“ stand jetzt im Beckumer Zementwerk Phoenix. Neben Rehbaum und dem Geschäftsführer von Phoenix Zement, Marcel Krogbeumker, saßen mit der „Denkfabrik Agora Energiewende“ Vertreter aus der Forschung zusammen mit Praktikern aus dem Anlagenbau an einem Tisch. Der stellvertretende Direktor von „Agora Energiewende“, Frank Peter, führte aus, dass die Zementproduktion für sechs bis sieben Prozent des menschengemachten CO2-Ausstoßes weltweit verantwortlich sei. „Hier liegt großes Potenzial für den Klimaschutz verborgen. Deshalb muss politisch etwas an den Regularien getan werden, um zum Beispiel weitere Schritte für den internationalen CO2-Zertifikate-Handel voranzutreiben oder eine rechtssichere Definition von ‚klimafreundlichem Zement‘ zu formulieren“, so Frank Peter von Agora.

CO2 auffangen und weiter verwenden

Die Zementanlagenbauer der Polysius AG aus Neubeckum präsentierte daraufhin verschiedene technologische Verfahren, die derzeit von Polysius und den Wettbewerbern auf dem Markt entwickelt werden, um CO2 aufzufangen und weiter zu verwenden. „Hier tut sich enorm viel, die Branche ist in Bewegung“, betonte der Konzernbevollmächtigte Frank Ruoss.

Marcel Krogbeumker beschrieb die Herausforderungen aus Sicht seines Zementunternehmens: „Wir müssen uns für eine CO2-Abscheidungstechnologie entscheiden und brauchen deshalb belastbare Informationen darüber, wie wirkungsvoll diese extrem hohen Investitionen sind, die dann sicher 30 Jahre im Einsatz sein werden.“

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die technologische Entwicklung und das enorme CO2-Sparpotenzial in der Zementproduktion ganz oben auf die politische Agenda gehören, um schnelle Erfolge im Klimaschutz zu erzielen.

Modellregion Münsterland

Henning Rehbaum schlug konkret vor, eine Modellregion oder ein „Modell-Revier klimaschonende Zementproduktion im Münsterland“ ins Leben zu rufen: „In der Region kommt alles dafür zusammen: die Rohstoffe, die Zementhersteller und das Know-how der Anlagenbauer.“

Damit könnte das Münsterland einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten – in Ergänzung zu den bereits heute bundesweit überdurchschnittlichen Beiträgen beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Vor diesem Hintergrund solle der „Runde Tisch“ fortgesetzt werden.

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