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Rädelsführer haben den Kreis Warendorf verlassen

Neonazis sind nicht mehr aktiv

Kreis Warendorf

Die gute Nachricht zuerst: Eine rechte Szene gibt es im Kreis Warendorf nicht mehr. Sowohl der „Sturmtrupp Oelde“ als auch die „Autonomen Nationalisten Ahlen“ haben sich aufgelöst, nachdem mehrere Aktivisten die Region verlassen haben.

Beate Kopmann

Gegen Rechts machen sich Michael Sturm (mobim) und Reinhold Sendker (MdB) stark. Foto: Kopmann

Und die Anhänger der Partei „Die Rechte“, die vor allem in Hamm und Dortmund verortet sind, hätten ebenfalls ihren Einfluss verloren, machte Michael Sturm von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (mobim) aus Münster im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker (CDU) deutlich.

Die Neonazis könnten also nicht mehr auf funktionierende Strukturen im Kreis Warendorf zurückgreifen. Zwar habe die NPD zuletzt noch Flugblätter in Warendorf verteilt, um Stimmung gegen Asylbewerber zu machen. Die Drahtzieher dieser Aktion säßen aber nicht im Kreis Warendorf.

Lobend hob Sturm hervor, dass es im Kreis ein gutes Netzwerk gegen Rechts gebe: angefangen von Schulen bis zu Jugendämtern. Sendker lobte in diesem Zusammenhang den Einsatz für Inte­gration. Von Kleingärtnern bis zu Sportlern würden sich viele für Flüchtlinge engagieren. „Das ist oft schon ein echtes Miteinander.“

Sorge bereitet Sturm dagegen, dass es innerhalb der AfD rassistische Äußerungen gibt. Genau deswegen stehe die Partei aber derzeit auch vor der Spaltung.

Sendker betonte, dass die Beratung gegen Rechtsextremismus auch personell verstärkt werden müsse. Bislang sind im Regierungsbezirk nur zwei halbe Stellen bis 2019 gesichert.

Das Land NRW hat außerdem ein Programm aufgelegt, mit dem gute Strukturen gegen Rechts gestärkt werden sollen. Sturm: „Das Konzept hilft uns, aus dem sporadischen Handeln herauszukommen.“

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