1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. „1000 Hügel“ leistet Coronanothilfe in Ruanda

  8. >

Es geht um die Existenz

„1000 Hügel“ leistet Coronanothilfe in Ruanda

Ostbevern

Die Situation in Ruanda ist seit Wochen durch die Corona-Krise belastet. Der Ostbeverner Verein „1000 Hügel“ unterstützt Kinder und Jugendliche vor Ort aktuell mit Nahrungsmitteln und Seife, berichtet Janine Frönd. Die ersten 100 Kinder wurden bereits mit Care-Paketen versorgt.

wn

In Ruanda ist die Freude über die Unterstützung aus der Bevergemeinde groß. Foto: privat

Die Situation in Ruanda ist seit Wochen durch die Corona-Krise belastet. Die vielfältigen Verbindungen aus der Bevergemeinde – unter anderem über den Verein „1000 Hügel“ – in das afrikanische Land zeigen dies sehr deutlich.

Ruanda befindet sich seit dem 22. März in einer kompletten Ausgangssperre. Konkret bedeutet es, dass niemand sein Haus verlassen darf. Geschäfte haben geschlossen und der öffentliche Verkehr ist eingestellt. Nur zum Einkaufen darf man das Haus verlassen. Streng überwacht von der Polizei. Homeschooling und Homeoffice ist auch dort angesagt – sofern es Beruf und Technologie zulassen.

Für viele Familien geht es jetzt um die Existenz. Tagelöhner und andere Arbeiter mit niedrigem Einkommen können ihre Familien nicht mehr ernähren. Besonders hart trifft es die Kinder, die seit der Geburt mit HIV infiziert sind und von der Psychologin Laetitia Umulisa von „We act for Hope“ in Kigali betreut werden. „Um die Viruslast gering zu halten und um eine erfolgreiche Therapie zu haben, müssen die Kinder jeden Tag regelmäßig ihre Medikamente zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen. Die Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen auf nüchternen Magen sind einfach zu stark. Schon viele Kinder und Jugendliche haben ihre Therapie aufgrund von Mangel an Nahrungsmitteln abgebrochen. Die Folgen sind gravierend: es kann schnell zu Tuberkulose, Meningitis oder AIDS führen“, so Laetitia Umulisa. Und nur eine konsequent fortgeführte Behandlung mit HIV-Medikamenten ermöglicht ein Leben ohne Schädigung des Immunsystems. Medikamente gibt es kostenfrei vom Staat.

Der Ostbeverner Verein „1000 Hügel“ unterstützt diese Kinder und Jugendlichen aktuell mit Nahrungsmitteln und Seife. „In der vergangenen Woche konnten die ersten 100 Kinder mit Care-Paketen versorgt werden. In den 20 Kilogramm schweren Lebensmittelpaketen waren jeweils Maismehl, Bohnen, Reis, Zucker und Öl enthalten. Keine leichte Organisation bei einer kompletten Ausgangssperre und sehr eingeschränkter Logistik“, so Janine Frönd, Vorsitzende von „1000 Hügel“. „Aber es hat gut geklappt! Auch in Gisenyi, im Nordwesten Ruandas, sind bereits 75 Kinder mit Lebensmitteln versorgt worden.“ Der Bedarf sei aber noch lange nicht gedeckt.

Finanziert wurden die ersten Maßnahmen unter anderem mit Spendeneinnahmen durch selbstgenähte Masken, durch sonstige private Spenden und durch die Unterstützung des Vereins „step by step“. Wer die Coronanothilfe unterstützen möchte, kann dies tun: „1000 Hügel“, Konto: DE12 4005 0150 0034 4499 75.

Startseite