1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. 2000 DM Startkapital und ein einzelner Schreibtisch

  8. >

25 Jahre „die mobile“

2000 DM Startkapital und ein einzelner Schreibtisch

Ostbevern

Mit einem Schreibtisch, 2000 Euro, einem Fahrrad und einem Auto wagten Constantin von Schmiedeberg und Martin Hengst den Schritt in die Selbstständigkeit. Inzwischen besteht ihr Pflegedienst „die mobile“ seit 25 Jahren.

Anne Reinker

Die Gründer Constantin von Schmiedeberg (l.) und Martin Hengst freuen sich über das 25-jährige Bestehen von „die mobile“. Foto: Anne Reinker

Mit viel Mut und Engagement gründeten Constantin von Schmiedeberg und Martin Hengst im April 1996 „die mobile“, eine Institution für häusliche Krankenpflege. Nun kann das Unternehmen, das seitdem noch einige zusätzliche Angebote anschließen konnte, sein 25-jähriges Jubiläum begehen.

Die Gründung der Pflegeversicherung 1995 nutzten die beiden Krankenpfleger „als Chance“ in die Selbstständigkeit zu gehen, wie Martin Hengst sagt. Sie begannen als Zweier-Team mit einem privaten Grundstock von 2000 DM und einem kleinen Darlehen, sowie lediglich einem Schreibtisch zu Hause. Ein Auto und ein Fahrrad nutzten sie, um in der Bevergemeinde mobil zu sein.

„Wir hatten ganz schnell die Kooperation mit den Hausärzten“, sprechen von Schmiedeberg und Hengst ihren ausdrücklichen Dank an die Mediziner aus. „Und auch die Ostbeverner haben uns sehr schnell angenommen“, fügt Martin Hengst hinzu. Es war der erste Pflegedienst im Ort.

Nach einem halben Jahr wurde die erste Mitarbeiterin eingestellt, heute sind es über 70, denen die Gründer ebenfalls danken. Eingestellt wurde vor kurzem ein Geschäftsführer.

Im Jahr 2005 zog das Unternehmen an den Hofkamp, seit zwei Jahren ist es an der Wischhausstraße 15 zu Hause. In ihr Angebot nahm „die mobile“ 2006 eine Senioren-WG in Telgte auf, die erste Einrichtung dieser Art im Kreis Warendorf, wie Martin Hengst erklärt. 2014 kam die Tagespflege im Nachbarort hinzu. Diese ist seit 2019 auch an der Wischhausstraße möglich.

Auch über die Orts- und Kreisgrenze hinweg bietet sich die Institution an und ist in Kattenvenne, Glandorf, Füchtorf und Schwege in der häuslichen Krankenpflege aktiv. Aktuell über 250 Patienten versorgt „die mobile“ mit ihren unterschiedlichen Programmen. „Unsere Steckenpferde sind unsere vor-Ort-Beratung und die 24-Stunden-Bereitschaft“, erläutert Constantin von Schmiedeberg.

Beide sind sich im Blick auf ihr Erfolgserlebnis einig: „Jeder hat sich mit seinen eigenen Stärken hervorgetan.“ Offenheit, Vertrauen und Verlässlichkeit zwischen beiden spiele eine große Rolle, fügen sie hinzu. Mit dieser Basis konnten auch die Herausforderungen, die vor allem aufgrund der Bürokratie auftraten, gestemmt werden. Einige neue Projekte plant „die mobile“ für die Zukunft.

Startseite