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Gemeinde verteilt sogenannte „Warendorfer Mischung“

7000 Quadratmeter sollen blühen

Ostbevern

Wenn es bunt blüht, dann ist das nicht nur eine Augenweide, sondern in erster Linie eine wichtige Lebensgrundlage für Insekten. Damit es in Ostbevern an vielen Ecken blüht, will die Gemeinde auf 7000 Quadratmetern weitere Blühflächen zu den ohnehin schon vorhandenen einsäen.

Daniela Allendorf

Am Rand blüht schon der Löwenzahn. Um den Biber selber ist es noch recht kahl. Doch mit den Blühmischungen, die dort eingesät werden, soll es im Sommer bunt und nahrhaft für Insekten werden. In der Gemeinde können sich Bürger die „Warendorfer Mischung“ für den eigenen Garten abholen. Foto: Daniela Allendorf

Der Sommer – und damit die Insekten – können kommen: An zahlreichen Stellen in der Bevergemeinde soll es auch in diesem Jahr wieder bunt aufblühen. Neben der Blühfläche bei Alfons Wonnemann, sowie den Bemühungen zu den blühenden Randstreifen durch den Landwirtschaftlichen Ortsverband (WN berichteten bereits), ist auch die Gemeinde wieder mit im Boot. Unterstützung gibt es vom Nabu.

Seit 2018 wurde die Fläche an gemeindeeigenen Grundstücken, auf denen es summt und brummt, immer größer. „In diesem Jahr kommen weitere rund 7000 Quadratmeter hinzu“, sagt Ulrike Jasper von der Gemeindeverwaltung. So sollen unter anderem auf dem „Biber-Kreisel“ an der B 51 neue Blühmischungen eingesät werden. Noch ist die Fläche rund um den Biber recht kahl, doch schon bald soll es dort bunt aufblühen und zahlreiche Insekten anlocken. Zudem soll die Aktion dazu dienen, den Lebensraum vieler Kleinstlebewesen und Insekten nachhaltig zu verbessern und die Artenvielfalt zu fördern.

Doch damit nicht genug: Auch am Wall entlang des Baugebietes Kohkamp III sollen Blühflächen entstehen. Jeweils am Fuß des Lärmschutzwalls sollen die Mischungen eingesät werden. Allerdings will die Gemeinde an dieser Stelle aufgrund der Bautätigkeiten noch etwas abwarten. Weitere Flächen sollen beispielsweise an der Feuerwache und am Speicher in Brock entstehen.

Flächen, die bereits im vergangenen Jahr eingesät und mit mehrjährigen Pflanzen bestückt wurden, sollen „von selbst“ wieder aufblühen. Sollte das nicht der Fall sein, soll von der Gemeinde nachgesteuert werden.

Doch auch die Bürger sollen in Sachen Blühmischungen nicht leer ausgehen. In Kooperation mit Kreis Warendorf verteilt die Gemeinde 500 Saatgutmischungen für den heimischen Garten. Auch ein kleines Zeichen für die Aktion „Grün statt Grau“. Zur Erinnerung: In den vergangenen Jahren hatte die Gemeindeverwaltung sich intensiv – angeregt und getragen auch von der Politik – mit den Schottergärten auseinandergesetzt beziehungsweise versucht darauf hinzuwirken, dass in Ostbevern ein Umdenken hin zum grünen, weg vom geschotterten Vorgarten erfolgt.

Die „Warendorfer Mischungen“ sind im Rathaus kostenlos erhältlich und eignen sich für kleinere und größere Flächen, heißt es in der Ankündigung der Aktion „Blühender Garten“. Die kleinen Samentüten enthalten eine Saatgutmischung mit überwiegend heimischen Arten wie Klatschmohn und Kornblume, Glockenblume und Färberkamille. „Außer dem enormen Nutzen für die Artenvielfalt bringen die Blumen in den Sommermonaten auch ein freundliches und buntes Erscheinungsbild“, heißt es weiter. Das Augenmerk liege auf einer besonders insektenfreundlichen und blütenreichen Mischung aus ein-, zwei- und mehrjährigen Arten und wurde in Kooperation mit dem Nabu entwickelt.

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