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Corona-Pandemie: Ordnungskräfte achten auf Einhaltung der Regeln

77 Verstöße festgestellt

Ostbevern

Die tiefen Einschnitte, die die Corona-Pandemie für das täglich Leben bringt, machen auch vor der Bevergemeide nicht halt. Das Ordnungsamt ist stetig im Einsatz um die Einhaltung der Pflichten zu kontrollieren.

Henning Tillmann

Hier gibt es – zum Glück – nichts zu sehen. Das Ordnungsamt und die Polizei kontrollieren einen leeren Spielplatz. Die Einhaltung der Regeln zur Eindämmung des Coronavirus werden in Ostbevern auch weiterhin überprüft. Bisher wurden 77 Verstöße festgestellt. Foto: Gemeinde Ostbevern

Seit Mitte März ist vieles nicht mehr, wie es war. Die tiefen Einschnitte zur Eindämmung der Corona-Pandemie wären noch kurz zuvor kaum für möglich gehalten worden, bestimmen seitdem aber das tägliche Leben. Den Ordnungskräften wird dabei die nicht immer angenehme Pflicht zuteil, zum Schutze aller auf die Einhaltung zu achten.

So natürlich auch in Ostbevern, wo seit dem 19. März öffentliche Treffpunkte gezielt überprüft werden. Vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden, wo mit mehr „Verkehr“ zu rechnen ist, sind die Ordnungskräfte unterwegs und zwar – anders als in anderen Städten und Gemeinden – sogar an sieben Tagen die Woche. Weil das in einer kleinen Gemeinde allein durch die Verwaltung nicht zu stemmen gewesen wäre, werden Polizei und Ordnungsamt auch von einem privaten Sicherheitsdienst unterstützt. Kontrolliert wird immer in Zweiergruppen.

Ganz überwiegend, so das erfreuliche Fazit, halten sich die Ostbeverner bisher an die Vorgaben. Doch es gibt eben auch Ausnahmen. So sind seit dem Beginn der Kontrollen insgesamt 77 Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt worden. Vor allem handelte es sich dabei um eine Missachtung der Betretungsverbote von Schulhöfen, Spiel- und Bolzplätzen sowie des Verbots, sich in Gruppen zu versammeln.

Ob das über einen Zeitraum von gut einem Monat und gemessen an der Ostbeverner Bevölkerungszahl viele oder wenige Verstöße waren, dazu fehlen Ulrike Jasper, Pressesprecherin der Verwaltung, die Vergleichszahlen aus anderen Städten und Gemeinden. „Persönlich finde ich es aber zumindest nicht wenig“, sagt sie. Zumal in rund der Hälfte der Fälle – nämlich 38 – auch ein Bußgeldverfahren mit Ordnungsgeldern bis hin zu 250 Euro eingeleitet wurde.

„Natürlich wurden die nicht sofort ab dem 19. März verhängt. Wir haben erstmal um Verständnis geworben und versucht, über die neuen Regeln aufzuklären“, sagt Jasper. Ein Vorgehen, das auch weiterhin das bevorzugte der Ordnungskräfte ist. „Es gibt aber leider immer ein paar Unbelehrbare“, so Jasper. Die festgestellten Verstöße seien übrigens nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt, wie man es vielleicht vermuten könnte. „Das geht durchaus quer durch alle Altersgruppen“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin. Gleichzeitig hat sie aber den Eindruck, dass die Lage seit Beginn der Maßnahmen ruhiger geworden ist und die Regeln in den Köpfen angekommen sind. „Zuletzt ist so gut wie niemand mehr aufgefallen.“

Ob das weiterhin so bleibt, ist abzuwarten. Zumal das gute Wetter, die verhaltenen Entspannungssignale aus der Bundespolitik und natürlich der nahende 1. Mai den einen oder anderen zu der Annahme verleiten könnten, dass nun wieder alles wie zuvor sei. Dem ist aber bis auf Weiteres nicht so, weshalb auch die Kontrollen notgedrungen weitergehen werden – mit Augenmaß, aber notfalls eben auch mit strengeren Maßnahmen.

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