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Heimatverein nimmt an Volksbank-Aktion teil

Apfelbäume gedeihen prächtig

Ostbevern

Die Apfel-Sorten „Pinova“, „Luxemburger“, „Jacob Lebel“, „Jonagold“ und „Rote Sternrenette“ wachsen künftig an fünf Standorten in Ostbevern. Und sie sind für den allgemeinen Verzehr bestimmt. Zu verdanken ist das Pflanzen dieser Apfelbaum-Arten einer Aktion der Volksbank sowie dem Engagement des örtlichen Heimatvereins.

Die letzte Hinweistafel auf einer Stele schraubte Alfred Stiller (hockend) im Beisein von (v.l.) Marcel Thiemann, Friedhelm Beuse und Franz-Josef Elberich an. Foto: Klaus Brandes

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“, heißt es im Volksmund, aber auch: „Gut Ding will Weile haben.“ Beide Sprüche haben ihren Sinn. Und so war es auch, als Alfred Stiller vom Heimatverein Ostbevern von der Aktion „140 Bäume für die Region – Die Welt benötigt mehr Wälder“ der Volksbank Münsterland Nord hörte. „Das ist doch absolut unser Ding“, so war man sich im Vereinsvorstand schnell einig. Und so war der Entschluss mitzumachen sofort gefasst. Nun war Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen und einen ersten Erfolg zu bewerten.

Die Anmeldung zur Aktion war schnell erstellt, und auch die Festlegung auf Apfelbäume war unproblematisch. Die Standortsuche gestaltete sich dann doch nicht so einfach, wie zunächst geglaubt. Direkt am Heimathaus war nicht genügend Platz, ein angedachter Standort an einem Feldrand passte auch nicht. Da die Standorte auch an Fahrradstrecken liegen sollten – schließlich sollten ja auch die Früchte nach einigen Jahren der Allgemeinheit zu Gute kommen – musste man schon ein wenig suchen.

Fünf Standorte gefunden

Schließlich stellte Franz-Josef Elberich, Vorsitzender des Heimatvereins, für drei Bäume eine Fläche in der Bauerschaft Überwasser, in der Nähe des Frankenbachs, zur Verfügung. Die Gemeinde Ostbevern erlaubte die Pflanzung von zwei Apfelbäumen gegenüber des Baugebiets Kohkamp neben einer Bank.

Die Pflanzung der fünf verschiedenen Apfelbaumsorten wurde von sechs Aktiven des Heimatvereins Mitte März vorgenommen. Schließlich wurden noch Granitstelen beschafft und Hinweisschilder, die auf die Aktion der Volksbank Münsterland Nord und des Heimatvereins hinweisen. So wissen die Betrachter nun auch, dass es sich um die Apfel-Sorten „Pinova“, „Luxemburger“, „Jacob Lebel“, „Jonagold“ und „Rote Sternrenette“ handelt.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Vereinsmitglieder zum Teil mehrmals wöchentlich darum gekümmert, dass die Bäume gut gedeihen. Leider war auch ein wenig Ärger dabei, wenn Zweige abgeknickt oder schon vorhandene Früchte abgerissen wurden. Auch die Stelen mussten – nach einem Wochenende im Mai – neu gesetzt werden und haben nun ein Betonfundament.

Vor Ort trafen sich Friedhelm Beuse, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Münsterland Nord, und Marcel Thiemann, Leiter der Volksbank-Filiale in Ostbevern, sowie Franz-Josef Elberich und Alfred Stiller vom Heimatverein, um die letzten Hinweisschilder anzuschrauben und zu schauen, wie es den Bäumen in ihrer neuen Umgebung geht.

Erste Phase gut überstanden

Dank der regelmäßigen Gießaktionen haben sie laut einer Mitteilung des Heimatvereins die erste Phase gut überstanden, und das gibt Hoffnung, dass die Aktion langfristig für alle Früchte trägt.

Was das „Paradies“ und der Standort der Apfelbäume im Bereich Überwasser miteinander zu tun haben, erklärten Beuse und Elberich. „Der Name des Flurstückes in der Nähe vom Frankenbach kommt noch aus den 19. Jahrhundert. Da wurde er aber wohl nicht wegen der paradiesischen Zustände verwendet, sondern eher, weil der Bereich kaum erschlossen war, keine Brücke über den Bach führte und man weit weg vom täglichen Leben war, wenn man sich hier aufhielt.“

Sowohl die Volksbank als auch der Heimatverein wünschen schon jetzt „guten Appetit“, auch wenn die Ernte noch ein wenig dauern wird. In Sachen Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz ist das alles vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber viele solcher kleiner Schritte bewirken doch etwas, da sind sich die Teilnehmer absolut sicher. Für die Unterstützung des Heimatvereins dankte der Vereinsvorsitzende Elberich den beiden Vertretern der Volksbank Münsterland Nord ganz besonders.

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