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MGV „Sängerbund“ sortierte Noten aus

Archive platzten aus allen Nähten

Ostbevern

Der MGV „Sängerbund“ trennt sich von einer Vielzahl von Noten. Die Archive platzten aus allen Nähten.

Der Vorstand des MGV „Sängerbund“ hat sich, weil die Archive aus allen Nähten platzten, dazu entschieden, sich von einer ganzen Reihe von Noten zu trennen. Foto: privat

Wegen der erneuten Corona-Zwangspause haben sich einige Sänger des Männergesangvereins verabredet, um das Notenarchiv auf den neuesten Stand zu bringen. Der Vereinsschrank des MGV „Sängerbund“ Ostbevern beinhaltet die Geschichte der vergangenen 150 Jahre. Der kunstvolle Eichenschrank wurde in den Jahren 1928 bis 1930 von den damaligen MGV-Sängern Josef Lauvers, Heinrich Stratmann und August Wörmann gefertigt. Das Holz wurde vom Ehrenmitglied, der Baronin Freifrau von Beverförde kostenlos zur Verfügung gestellt.

Dieser Schrank wurde am 13. Januar 2001 als Leihgabe vom MGV „Sängerbund“ Ostbevern zur Ausgestaltung des Heimathauses an den Heimatverein Ostbevern übergeben. Er beinhaltet neben den Preisen, Andenken und der Fahne noch einen Großteil der rund 600 Original-Notensätze von A („Abendfriede am Rhein“) bis Z („Zu ihren Füßen“). Aus organisatorischen Gründen gibt es auch noch einen weiteren Notenschrank im Vereinslokal „Alte Post“.

Musikalische Neuasurichtung bringt neue Noten mit sich

Durch die musikalische Neuausrichtung wurden im Männerchor in den vergangenen Jahren etliche modernere Singpartituren angeschafft. Da beide Archive aus den Nähten platzen, hat sich der Vorstand entschieden das Archiv zu reduzieren. Viele Noten, die nun wegen der musikalischen Ausrichtung oder in der Anzahl – zu besten Zeiten in den 1960er- Jahren hatte der Chor bis zu 70 Mitglieder – nicht mehr benötigt werden, wurden aussortiert. Von den älteren, oft sehr national angehauchten Singpartituren wurden jetzt jeweils zwei Exemplare in einem Ordnersystem archiviert.

Die aussortierten Noten können Interessierte gerne noch vor der endgültigen Entsorgung in Augenschein nehmen. Der erste Vorsitzende Klaus Brandes steht gerne Rede und Antwort.

Jetzt hoffen die Sänger des Männergesangvereins, dass die Infektionszahlen bald sinken, um wieder bei geregelten Proben – jeden Montag um 20 Uhr im Vereinslokal „Alte Post“ – mit dem Chorsingen starten zu können.

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