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Plattdeutscher Abend im Heimathaus

Beste Unterhaltung mit „dütt un datt up platt“

Ostbevern

Darauf hatten die Freunde der hiesigen Mundart lange verzichtet. Nun wurde Plattdeutsches endlich wieder in Form von Gedichten, Liedern und Geschichten zu Gehör gebracht.

-rei-

Werner Kövener (l.) und die Akteure um Hermann Kövener (Mitte) sorgten für einen gelungenen plattdeutschen Abend. Foto: Anne Reinker

Auf diese Begrüßung haben die Freunde der hiesigen Mundart lange warten müssen: Fand aufgrund der Pandemie der letzte plattdeutsche Abend im März 2019 statt, wurde das „Guaden Aobend lieve Lüe“ von Hermann Kövener besonders gut aufgenommen. Die Besucher im Heimathaus erwartete ein abwechslungsreicher Abend mit einer schönen Auswahl aus dem, was der regionale Dialekt so hergibt.

Es sei schön, so Hermann Kövener, dass „wir in diesen unruhigen Zeiten mit der plattdeutschen Sprache für Freude sorgen können“, sagte er. Und so kündigte der Heimatfreund „dütt un datt up platt“ an.

Das wurde in Form von Gedichten, Liedern und Geschichten zu Gehör gebracht. Neben Kövener unterhielten auch Anni Preckel, Gerda Käuper und Bernd Artmann, letzterer ein Akteur der Niederdeutschen Bühne in Münster, die Besucher. Und nicht zuletzt wurde für musikalische Untermalung gesorgt: „Kapellmeester“ Werner Kövener animierte mit plattdeutschem Liedgut zum Mitsingen.

Typische Eindrücke des Monats November wurden in die Vorträge eingeflochten. Die dunkler werdenden Tage, Allerseelen mit „Lämpkes in Pastor sein Goarden“ oder Veränderungen in der Natur wurden in den Geschichten thematisiert. Lustig, melancholisch und inspirierend waren die Beiträge. Und es durfte mit einer Erzählungen über Schmuggler, Mord und Totschlag auch mal ganz dramatisch werden.

Eine Zeitreise machten Bernd Artmann und Hermann Kövener mit einem Sketch. Den Zuhörern wurde deutlich gemacht, dass beide das Theaterspielen professionell erlernt haben.

Zum Schluss gab es dann noch mit einem Lied von Billie Jo Spears, das Hermann Kövener umgeschrieben hatte, eine Premiere. Es wurden all die Dinge von früher aufgezählt, so dass der Muckefuck, das Melken per Hand und weiteres in Erinnerung gerufen wurden.

Bei all der guten Unterhaltung am Abend: Ein Hinweis dafür, dass viele Ostbeverner sich noch nicht an die Wiederaufnahme der plattdeutschen Veranstaltungsreihe gewöhnt haben dürften, können etliche leere Stühle gewesen sein. Ein ungewohntes Bild bei dieser Veranstaltung, bei der sonst kein Platz unbesetzt war. Das wird beim nächsten plattdeutschen Abend vermutlich wieder anders sein. Dieser findet am 7. Dezember statt. Noch vorher, nämlich am 27. November, wird zum traditionellen Spekulatiusbacken in das Heimathaus eingeladen.

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