An der Loburg beginnen die Abiturklausuren

Bloß keine Quarantäne

Ostbevern

An der Loburg beginnen die Abiturklausuren. Die Schüler nehmen die Corona-Schutzmaßnahmen sehr ernst, so Michael Bertels. „Höchste Priorität hat jetzt, dass wir die Klausuren durchbringen“, sagt der Schulleiter. Bloß keine Quarantäne – darauf ist am Gymnasium alles ausgerichtet.

Ralf Aumüller

Mit diesem Plakat am Oberstufenbau werden die Abiturientinnen und Abiturienten auf dem Schulgelände empfangen. Foto: Ralf Aumüller

Mit Englisch geht’s los. In diesem Fach schreiben die Schülerinnen und Schüler am heutigen Freitag an der Loburg ab 9 Uhr die ersten Abiturklausuren in diesem Jahr. Sie sind dann getestet, halten Abstand, tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Normaler Schulalltag eben in diesen nervtötenden Zeiten.

Was neben dem Wunsch, möglichst alle 129 Abiturientinnen und Abiturienten zur Hochschulreife zu führen, entscheidend ist: „Höchste Priorität hat jetzt, dass wir die Klausuren durchbringen“, betont Schulleiter Michael Bertels. Also bloß keine Quarantäne, bloß keine Absage einzelner Klausurtermine. Darauf ist am Gymnasium Johanneum für den Abschlussjahrgang 2021 alles ausgerichtet. Am nächsten Dienstag geht es weiter, bis zum 4. Mai sitzen die Schüler an insgesamt sieben Tagen an ihren Abschlussarbeiten.

Kleine Symbole: Schulleiter Michael Bertels mit den Geschenken aus der Elternschaft für die Schülerinnen und Schüler. Foto: Ralf Aumüller

Vor der jeweiligen Klausur müssen die Abiturienten einen Corona-Schnelltest in der Schule machen. Oder sie legen eine aktuelle Bescheinigung eines offiziellen Testzentrums vor, dass sie negativ sind. Davon, so Bertels, machen wohl die meisten Abiturienten Gebrauch. Testverweigerer gebe es nicht.

Den Schülern selbst sei Sicherheit vor einer Corona-Infizierung sehr wichtig, hat der Schulleiter festgestellt. „Ich glaube, sie sorgen sich weniger um die fachlichen Inhalte der Klausuren, sondern mehr darum, dass sie mit so vielen Leuten in einem Raum sitzen.“ Entsprechend ernst würden sie die Schutzmaßnahmen nehmen. Die Mund-Nasen-Bedeckung darf während der Klausuren nur fürs Trinken, Essen oder mal zum Luftholen abgesetzt werden. Ansonsten bleibt die Maske im Gesicht. „Die Schüler wollen es auch so, weil sie sich dann sicherer fühlen. Sie nehmen sich sehr in Acht“, so Bertels. Und sie seien es ja auch schon gewohnt.

Mottowoche in kleinem Rahmen

Die Abiturientia 2021 hat ihr komplettes letztes Schuljahr in der Pandemie verbracht. Mit all seinen Folgen: steter Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht, immer wieder Unsicherheiten, was in der nächsten Woche gilt und was im nächsten Monat. Zumindest auf den Lernstoff bezogen, habe die Loburg das gut aufgefangen, meint Bertels. Die Q2, also der Abschlussjahrgang, „hatte erst Distanzunterricht und ist seit März wieder ununterbrochen in der Schule“. Er habe das Gefühl, dass sich die Abiturienten gut vorbereitet fühlen für die Prüfungen.

Um ein wenig Normalität zu schaffen, durften die Schüler vor den Osterferien eine Mottowoche veranstalten – in deutlich abgespeckter Form als sonst üblich, in kleinen Gruppen, streng nach den Hygienevorgaben. „Ich finde das auch gut und wichtig“, sagt Bertels. „Ich habe den Schülern vorher gesagt, dass ich mich auf sie verlasse. Und das konnte ich dann auch.“ Ob später eine Zeugnisübergabe in größerem Rahmen möglich ist, weiß noch niemand. „Wir versuchen, zumindest einen Gottesdienst hinzubekommen“, so Bertels. Der Abiball sei schon abgesagt.

Jetzt stehen erst mal die Klausuren an. Auf dem Weg zur Schule werden die Abiturienten wieder mit einem großen Plakat am Oberstufenbau empfangen. Es gibt kleine Geschenke aus der Elternschaft, in der Kirche brennt eine Kerze nur für die Abiturientia. „Das sind kleine Symbole“, sagt Michael Bertels. „Das sind Zeichen, dass an die Abiturienten gedacht wird.“

Startseite