Diskussion im UPA um die Fläche Ecke Nachtigallenweg/Lindenweg

Blumenwiese statt Aufenthaltsplatz

Ostbevern

Eigentlich wollten die Vertreter der SPD auf der Brachfläche an der Ecke Nachtigallenweg/Lindenweg einen „Schattenplatz mit Aufenthaltsqualität“ schaffen. Bänke, eine Pergola, oder gar ein Wasserspiel waren angedacht. Schlussendlich kam es aber zu einem deutlich abgewandelten Ergebnis.

Daniela Allendorf

Was ist auf der Brachfläche an der Ecke Nachtigallenweg/Lindenweg möglich? Das haben die Mitglieder dem Umwelt- und Planungsausschusses ausführlich diskutiert. Einhellige Meinung: Die Fläche soll ökologisch aufgewertet werden. Foto: Daniela Allendorf

Der Klimawandel schreitet voran, die Sommer werden immer heißer. Wohin, wenn man selber keinen Garten hat? Diese Frage stellten sich die Mitglieder der SPD-Fraktion. Bereits zur letzten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses hatte sie dazu einen Antrag mit entsprechenden Vorschlägen parat. Das Problem seinerzeit: Die von den Sozialdemokraten vorgeschlagene Fläche sorgte für Verwirrung. Die Diskussion wurde vertagt. Und so legte die SPD in der jüngsten Sitzung des Gremiums einen detaillierten Plan – der von den anderen Parteien ausdrücklich gelobt wurde – vor.

Die erste Idee der Sozialdemokraten: Die Fläche Ecke Nachtigallenweg/Lindenweg – aktuell befindet sich dort eine Brachfläche mit altem Baumbestand – könnte derart umgestaltet werden, dass dort ein Bereich mit Aufenthaltsqualität entstehen könne. Eine geschotterte Fläche in der Mitte mit Bänken, eine Heckenanpflanzung um die Nachbarn zu schützen, eine Pergola und weitere Bäume, vielleicht sogar ein Wasserspiel – so der Vorschlag im Antrag der SPD. Unterstützung könne durch das Programm Vital.NRW erfolgen. „Ein Schattenplatz für Menschen, die selber keinen Garten haben“, erläuterte Jutta Drilling-Kleinhauer (SPD) die Idee.

Ein Vorstoß, den Hugo Bäumer (FDP) so gar nicht zulassen wollte. Er sagte große Probleme mit den Nachbarn voraus. „Ich habe mit den Nachbarn gesprochen, und die sind damit sehr unzufrieden“, sagte er. So befürchte man Müll und Unruhe, wenn dort ein solcher Platz geschaffen werde – immer wieder fällt in seinen Ausführungen dabei das Wort „Jugendliche“. Schon früher habe es in diesem Bereich massive Belästigungen gegeben. Erst mit der Einzäunung des Teiches sei Ruhe eingekehrt. „Vielleicht kann man eine Blumenwiese daraus machen“, so sein Vorschlag zur Nutzung der Fläche.

Besonders das Thema Jugend und Belästigung durch selbige sorgte bei den Vertreterinnen der SPD für Wut. „Das ist doch kein Argument, dass Jugendliche sich dort niederlassen könnten“, sagte Katharina Weixler (SPD). Und Jutta Drilling-Kleinhauer ergänzte: „Da nehmen nicht ständig Jugendliche Drogen.“

Trotzdem könne so ein Projekt nur funktionieren, wenn man die Nachbarn auch mitnehme, hakte Andre Große Hokamp (CDU) ein. Ein durchaus plausibler Einwand, dennoch plädierte Werner Stratmann (Grüne) dafür, dass man sich das Heft der Planungshoheit an einer solchen Stelle nicht aus der Hand nehmen lassen dürfe. Und wie solche Plätze schlussendlich genutzt werden würden, darauf habe man ohnehin keinen Einfluss.

Ein Vorschlag, der von allen Partein für gut befunden wurde, kam von Benedikt Beiers (Grüne). Er plädierte für eine ökologische Aufwertung der Fläche. „Eine Blumenwiese ist an der Stelle kein Problem“, sagte Hans-Heinrich Witt. Auch das Aufstellen von zwei Bänken sei an der Stelle im Bereich des Pättkens zum Lindenweg durchaus möglich. Ein Vorschlag, der nach einigem Hin und Her schlussendlich zur Abstimmung gestellt wurde. Dafür votierten die Grünen und die SPD mit insgesamt fünf Stimmen. Das reichte aus, dass die Entscheidung für eine Blumenwiese mit zwei Bänken fiel. Drei Stimmen gegen den Vorschlag gab es aus den Reihen der CDU. Alle weiteren Ausschussmitglieder enthielten sich der Stimme.

Karl Piochowiak machte zum Ende der Debatte noch den Vorschlag, dass sich sowohl Fraktionen, als auch Verwaltung Gedanken machen sollten, welche Orte in Ostbevern für einen solchen – wie von der SPD angedachten – Schattenplatz geeignet seien. „Dann können wir Ideen zusammentragen und schauen, was machbar ist“, so der Bürgermeister.

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