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Tour der Kolpingsfamilie

„Bunkertour“ zu verborgenen Orten

Ostbevern

Denn den Zweck von Bunkeranlagen möchte wohl niemand erleben müssen. Trotzdem wollte sich die Kolpingsfamilie mit diesem Thema auseinandersetzen und damit ein Stück in die Geschichte Ostbeverns eintauchen.

-rei-

Inge Rygus (7.v.r.) wusste bei der „Bunker-Tour“ Wissenswertes zu erzählen. Foto: Anne Reinker

Ehemalige Bunker in der Bevergemeinde? Damit werden sich die meisten Ostbeverner vermutlich noch nicht beschäftigt haben. Und das sei gut so, wie René Teuber beim Start der Themen-Wanderung der Kolpingsfamilie, sagte. „Denn den Zweck von Bunkeranlagen möchte wohl niemand erleben müssen.“

Trotzdem wollte sich die Kolpingsfamilie mit dem Thema auseinandersetzen, und so organisierte Inge Rygus die „Bunkertour“. Im Rahmen der Vorbereitungen stellte sie fest, dass es die Schutzräume vor Bomben nicht mehr gebe, erklärte sie zu Beginn. „Im Volksmund spricht man jedoch von Bunkern, wenn man beispielsweise die Flakstellung bei Große Westerloh meint“, sagte Rygus. In historischen Aufzeichnungen sei von einer kleinen Zivilschutzanlage in der Nähe der Schule die Rede.

Laut der damaligen Propaganda habe man in Deutschland keine Bunker gebraucht, da nie ein feindliches Flugzeug diesen Luftraum überfliegen würde, teilte Inge Rygus ihre Nachforschungen mit. „Dass Millionen von Menschen im Zweiten Weltkrieg etwas ganz Anderes erleben mussten, wurde traurige Realität“, so die Ostbevernerin. „Übrigens schufen sich viele Bewohner in der Gemeinde bei der Zunahme des Luftkrieges in Eigenleistung kleinere Bunker und Unterstände.“ Um das Thema der Wanderung von mehreren Seiten zu beleuchten, besuchte die Gruppe mehrere Stationen.

An der letzten schlossen die Teilnehmer ihre kleine Tour mit Leckereien vom Grill ab.

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