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DLRG-Ortsgruppe sucht Trainer und wünscht sich mehr Trainingszeiten

Corona hat Spuren hinterlassen

Ostbevern

„Corona hat der Schwimmausbildung nicht gut getan“, beklagt Ostbeverns DLRG-Vorsitzender Andreas Dittmeyer den Einfluss der Pandemie, durch die das Training über einen langen Zeitraum nicht stattfinden durfte. Daher wünsche man sich mehr Trainer und Trainingszeiten.

Von Anne Reinkerund

Die Verantwortlichen der Ortsgruppe Ostbevern der DLRG arbeiten allesamt ehrenamtlich und bieten für verschiedene Altersklassen auch Schwimmtraining an. Foto: Anne ReinkerAnne Reinker

Schwimmen macht Spaß, tut der Fitness gut und kann Leben retten. Die Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) übernimmt im Beverbad dafür etliche Positionen: Stärkung und Lernen der Schwimmfähigkeiten der jüngeren Badegäste, Training der Älteren, die Aufsicht in der Freibadsaison und nicht zuletzt die Ausbildung zum Rettungsschwimmer sind die Standpfeiler der hiesigen Vereinigung. Das Bestehen des Beverbads und der DLRG gehen seit 1976 Hand in Hand. Wie ist die aktuelle Situation?

„Corona hat der Schwimmausbildung nicht gut getan“, beklagt Andreas Dittmeyer den Einfluss der Pandemie, durch die das Training über einen langen Zeitraum nicht stattfinden durfte. „Es besteht ganz klar Nachholbedarf“, sagt der Vorsitzende der Ortsgruppe. Die Fähigkeit, sich schwimmen zu können, könne lebensrettend sein. Sein Stellvertreter Helmut Fentker fügt hinzu: „Etwa 300 Menschen im Jahr sterben durch Ertrinken.“

Nachfrage am Schwimmtraining ist groß

Die Ostbeverner haben im Ort generell gute Voraussetzungen, dass dieses nicht geschehen muss. Dafür setzt sich die Ortsgruppe – alle Aktiven leisten ihre Arbeit übrigens auf ehrenamtlicher Basis – maßgeblich ein. Der Mangel an Freiwilligen sowie die zeitlich eingeschränkte Nutzung des Bades bremsen die Ausbildung der vor allem jüngeren Schwimmerinnen und Schwimmer jedoch.

Die Nachfrage am Schwimmtraining indes ist groß. Man habe insbesondere bei der Kindergruppe so guten Zulauf, dass man sogar eine Warteliste führe, erklärt Dittmeyer im Weiteren. Dem könnte Abhilfe geleistet werden, wie Alexandra Stern erläutert. „Leider ist es schwer, neue Trainer zu gewinnen“, sagt die Übungsleiterin. Dazu käme, dass die angebotenen Zeiten für die DLRG im Beverbad sehr begrenzt seien. Vor allem der Unterricht fürs Seepferdchen sei sehr zeitintensiv. „Deshalb ist die Anzahl der Kinder dort begrenzt, damit die Sicherheit gewährleistet werden kann und auch Fortschritte bei den Kindern zu erkennen sind“, führt Alexandra Stern weiter aus. „Gerne würden wir weiterhin mehr Kinder zu sicheren Schwimmern ausbilden“, betont sie den Wunsch der Aktiven. Umso wichtiger sei es daher, dass das Beverbad der Gemeinde erhalten bliebe. „Das ist die Grundlage für unsere Ortsgruppe und vor allem für die Ausbildung der Kinder“, sagte Stern.

Die Trainingszeiten

Sie, Andreas Dittmeyer und Helmut Fentker sowie die weiteren DLRGler werben für eine Teilnahme in der Vereinigung: Nicht nur das Stärken der Schwimmfähigkeit, auch das Miteinander innerhalb der Gruppen und des Vereins seien gut. Das zeige sich beispielsweise bei Wettkämpfen, an denen sich die Ortsgruppe beteilige, wie auch bei vereinsinternen Veranstaltungen.

Das Kindertraining für Teilnehmer ab sechs Jahren findet montags von 16 bis 17 Uhr statt. Bedingung für die Teilnahme ist das Seepferdchen-Abzeichen. Für die Aufnahme in die Warteliste kann eine Mail an die Ortsgruppe (Infos auf der Internetseite, siehe Verweis) gerichtet werden. Die Fortgeschrittenen ab zwölf Jahren mit Fokus auf Ausbildung, Schwimmstil und Lebensrettung sind donnerstagabends um 19 Uhr dran. Zudem wird noch eine Senioren-Gruppe mit Schwimmen und Wassergymnastik nach Anleitung angeboten. Dafür wird um eine Voranmeldung gebeten.

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