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Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft: Altenschulte übergibt an Winkels

„Da sticht Brock einfach hervor“

Brock

22 Jahre hat Franz-Josef Altenschulte im Vorstand des Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft mitgearbeitet, zuletzt zwölf Jahre als Vorsitzender. Jetzt gab er sein Amt an Frank Winkels weiter. Doch zuvor leitete er in gewohnter Manier die Versammlung.

Von Anne Reinker

Franz-Josef Altenschulte (fünfter von links) wurde noch einmal vom Vorstand mit Josef Kolkmann, Hans-Jürgen Wellenkötter, dem neuen Vorsitzenden Franz Winkels, Robert Laufer, Michael Stegemann, Detlef Kohlhoff und André Hertok (v.l.) in die Mitte genommen. Foto: Anne Reinker

Der Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft hat eine neue Spitze: Nach 22 Jahren Vorstandsarbeit, davon zwölf Jahre als Vorsitzender, übergab Franz-Josef Altenschulte am Freitagabend das Ruder an Frank Winkels. Für die lange Zeit unermüdlichen Einsatzes wurde Altenschulte im großen Maße geehrt.

Doch die Leitung der Mitgliederversammlung oblag dem Bröcker noch ein letztes Mal und so begrüßte er die Anwesenden im Dorfspeicher. Den Jahresrückblick hingegen übernahm Hans-Jürgen Wellenkötter. Die Corona-Auszeit zog sich nicht nur durch diese Ausführungen, sondern auch durch den Bericht des Kassierers Robert Laufer.

„Das Jahr 2020 ging los, aber anders als wir gedacht haben“, meinte Hans-Jürgen Wellenkötter. Weit über ein Jahr lang mussten die Türen des Dorfspeichergebäudes weitgehend geschlossen bleiben. Lediglich auf zehn Nutzungen kommt die Bilanz. Zum Vergleich: in „normalen“ Jahren kommt es auf über hundert Öffnungen der Räumlichkeiten.

Die Mitgliederzahlen dagegen konnten stabil bleiben und „sind zum Glück nicht abgerutscht“, so der Schriftführer. Auf den Kopf genau 500 Mitglieder sind gemeldet.

Einen „dramatischen Einbruch bei den Einnahmen“, verzeichnete dagegen Robert Laufer mit Blick auf die Finanzen. Trotzdem habe man die Ausgaben gehabt, unter anderem auf Grund von notwendigen Renovierungsmaßnahmen. Als Einnahme konnte der Verein aber etwa den Bürgerpreis des SPD-Ortsvereins verbuchen.

Robert Laufer als Kassierer sowie Beisitzer Michael Stegemann wurden von den Mitgliedern in ihren Ämtern wiedergewählt. Für den Vorsitzenden Franz-Josef Altenschulte, der schon im letzten Jahr seinen Abschied aus der Leitungsriege angekündigt hatte, übernahm Franz Winkels die Leitung und dankte dem Scheidenden für dessen Ausdauer und Einsatzbereitschaft.

„Vielen Dank für die vielen Jahre an der Spitze“, sprach auch Karl Piochowiak seinen Dank an Altenschulte aus. Um den Dorfspeicher werde man von vielen Seiten beneidet, berichtete der Bürgermeister. „Dieses Gebäude, die Geschichte und das Ehrenamt hier werden sehr bestaunt“, sagte er. „Da sticht Brock einfach hervor.“

Piochowiak hatte ein besonderes Geschenk für den Verein dabei: die letzte Rate des Darlehns, dass der Verein vor zehn Jahren für den Anbau bei der Gemeinde aufnahm. Mit dieser Gabe – stolze 2900 Euro – erfreute und überraschte er nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern vor allem auch Franz-Josef Altenschulte, für den damit ein Wunsch, nämlich die Tilgung des Kredits in seiner Amtszeit, in Erfüllung ging.

Die lobenden und dankenden Worte für die Einsatzbereitschaft Altenschultes nahmen kein Ende, auch Vorstandsmitglied Detlef Kohlhoff zeichnete ihn als „Mann der ersten Stunde“ aus. Nicht nur ihm, sondern auch seiner Frau Annemarie, die immer „den letzten Schliff gegeben hat, den ein Mann nicht geben kann“, dankte er. Franz-Josef Altenschulte zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen, war der einhellige Beschluss des Vorstands. Andauernder Applaus der Anwesenden wie auch eine Torte mit dem Abbild des Dorfspeichergebäudes ließen Altenschulte erstaunt sagen: „Ich bin ganz sprachlos, was wirklich selten passiert.“

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