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Blühstreifen der Landwirtschaftlichen Ortsverbände

Damit es wieder kräftig summt

Ostbevern

Im nunmehr fünften Jahr soll es an den Ackerrändern entlang von Straßen und Radwegen, aber auch in den Gärten Ostbeverns bunt blühen. Entsprechende Saatmischung gibt es ab sofort bei den Landwirtschaftlichen Ortsverbänden.

Von Daniela Allendorf

Im nunmehr fünften Jahr soll es an den Ackerrändern entlang von Straßen und Radwegen, aber auch in den Gärten Ostbeverns bunt blühen. Entsprechende Saatmischung gibt es ab sofort bei den Landwirtschaftlichen Ortsverbänden. Foto: Klaus Meyer

Gelb, orange, pink, rosa, lila und blau – es soll auch in diesem Sommer in der Bevergemeinde wieder bunt blühen – für die Natur, zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Schutz zahlreicher Insekten und anderer Tierarten. Ins nunmehr fünfte Jahr gehen die Landwirtschaftlichen Ortsverbände mit ihrer Aktion zu Blühstreifen und Blühwiesen im gesamten Gemeindegebiet. Und damit sind nicht nur Landwirte aufgerufen blühende Streifen entlang ihrer Felder entstehen zu lassen. Auch Privatleute in ihren Gärten oder vor dem Haus können sich an der Aktion der Ortsverbände beteiligen, sagt Paul Verenkotte, Vorsitzender der Ortsverbandes Ostbevern.

Nachdem die Jahre 2019 und 2020 eher nicht so gut „gefruchtet“ haben – „Es war einfach zu trocken“, sagt Paul Verenkotte – sah das im vergangenen Jahr schon ganz anders aus. „Es war wesentlich besser, und wir hatten wirklich richtig schöne Flächen“, freut sich Verenkotte über den gelungenen Beitrag zum Naturschutz. Im Mai habe es einfach mehr Wasser gegeben, so dass eine bessere Grundlage für das Wachstum geschaffen wurde.

Wie in den vergangenen Jahren stehen insgesamt 110 Kilogramm Saatgut zur Verfügung. Grob geschätzt verbrauche man rund 15 Kilogramm pro Hektar, sagt Ortslandwirt Paul Verenkotte. „Damit können wir insgesamt so rund sechs bis sieben Hektar einsäen.“ Finanziert werden die Samenmischungen zur Hälfte von den Landwirtschaftlichen Ortsverbänden. Die anderen 50 Prozent übernimmt die Sparkasse Münsterland-Ost.

Eingesät wird, wie bereits im vergangenen Jahr, eine Mischung aus Rotklee, Sommerwicken, Buchweizen, Ringelblumen, Borretsch, Dill, Koriander und weiteren Sorten. Eine Zusammensetzung, die auch bei Trockenheit gut wächst.

Um die Aussaat kümmern sich wie in den vergangenen drei Jahren die beiden Landwirtschaftlichen Ortsverbände. Auch wenn die Sämereien aufgebraucht sein sollten, geht kein Interessent leer aus, versichern die Ortsverbände, die sie einmal mehr auf blühende Flächen an Radwegen und Straßen freuen und auf eine rege Beteiligung aus allen Bereichen hoffen.

Besonders für die Landwirte bilden die Blühstreifen einen weiteren Mehrwert an den sogenannten Sichtdreiecken. Nach einem schweren Unfall, der sich vor einigen Jahren im Kreis Warendorf ereignete, dürfen im Bereich von Straßenkreuzungen oder Einfahrten Feldfrüchte wie Mais oder Raps nicht mehr bis an den Ackerrand gepflanzt werden. Vielmehr müssen die Bereiche in den Ecken frei bleiben, damit sie für die Verkehrsteilnehmer einsehbar bleiben.

Alle Interessierten können sich ab sofort bei den Vorsitzenden der Ortsverbände melden. Voraussichtlicher Saattermin wird Anfang Mai sein, wenn es die Witterung entsprechend zulässt, kündigt Paul Verenkotte an.

Und die Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Ortsverbände freuen sich jetzt schon, wenn im kommenden Sommer wieder zahlreiche Flächen bunt blühen und vielen Insekten und anderen Tieren einen wertvollen Lebensraum bieten.

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