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Umsetzung in 2022 nicht realistisch

Das Aus für die Park+Ride-Anlage

Brock

Obwohl es für die Park+Ride-Anlage am Bahnhof in Brock einen Förderbescheid in Höhe 1,2 Millionen Euro gibt, wird der neue Parkplatz, der mit 140 Stellplätzen geplant war, nicht gebaut.

-dag-

Weitere Parkplätze werden am Bahnhof in Brock vorerst nicht geschaffen. Die geplante Park+Ride-Anlage wird nicht realisiert. Foto: Daniela Allendorf

„Realistisch bekommen wir das in 2022 nicht gestemmt“, sagte Bürgermeister Karl Piochowiak in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses deutlich. Gemeint war damit die Realisierung einer Park+Ride-Anlage am Bahnhof in Brock. Schon im vergangenen Jahr war das Projekt – besonders von den Mitgliedern der Fraktion der Grünen – kritisch beäugt worden (WN berichteten). Dennoch hatte die Gemeinde vorsorglich einen Antrag auf Förderung der Anlage beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe gestellt – mit Erfolg: 1,2 Millionen Euro wurden für den Bau zugesagt. Auch erste Pläne zur Umsetzung wurden erstellt.

Mehrere Gründe für die Absage

Doch nun kam das Aus für den Parkplatz, der mit rund 140 Stellplätzen geplant worden war. Gründe hatte das gleich mehrere. So hatte man Ende vergangenen Jahres zwar ein geeignetes Grundstück für den Bau einer solchen Parkplatzanlage ausgemacht – der Grundstückseigentümer zeigte sich zum damaligen Zeitpunkt allerdings schon sehr zurückhaltend. „Wir haben an der Stelle kein Baurecht und kein Eigentum“, brachte es Bürgermeister Karl Piochowiak auf den Punkt.

Und Fachbereichsleiter Klaus Hüttmann erläuterte: „Wir haben zurzeit sehr viele Großprojekte, die wir in Ostbevern realisieren.“ Deswegen appellierte er an die Politik, zunächst die Entwicklung des Mobilitätskonzeptes weiter voranzutreiben. „Und wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann kann man das noch mal angehen“, sagte er.

Planung steht in der Kritik

Überdies habe die ursprüngliche Planung in der Kritik gestanden, griff Bürgermeister Karl Piochowiak die Bedenken noch einmal auf. Unter dem zeitlichen Druck – die Fördermittel sind in 2022 abzurufen – sei es nicht möglich, noch ein Alternativkonzept zu entwickeln und mit der Umsetzung noch in diesem Jahr zu starten. Da sei es ihm lieber, ein klares Signal zu geben, dass aus der geplanten Anlage nichts wird.

Argumente, denen die Mitglieder im Umwelt- und Planungsausschuss durchaus folgen konnten und schlussendlich einstimmig beschlossen, dass eine Umsetzung des Projektes „Park+Ride-Anlage am Bahnhof Ostbevern“ nicht erfolgen soll. Zumindest noch nicht.

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