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Janine Frönd informiert über Beantragung von Stiftungsgeldern

Der steinige Weg zur Finanzspritze

Ostbevern

Gemeinnützige Vereine haben es oft schwer, an Fördergelder zu gelangen. Die Teilnehmer des jüngsten „Fairnetzungstreffens“ bekamen diesbezüglich wertvolle Tipps.

Von Marie Molkenburund

Beim „Fairnetzungstreffen“ erfuhren die Teilnehmer wertvolle Tipps, wie man an finanzielle Fördermittel kommt. Foto: Marie Molkenbur

300 000 Euro Fördergeld ist eine stolze Summe. Dahinter allerdings stehen ein 90-seitiger Antrag und vier Monate Vollzeitarbeit. Dass der Weg zu Stiftungsgeldern zwar nicht einfach ist, sich aber lohnt, hatte der Verein „1000 Hügel“ bei der Beantragung von Fördermitteln der Else-Kröner-Frenesius Stiftung gelernt. Diese Erfahrungen schilderte Janine Frönd, Vorsitzende des Vereins „1000 Hügel“, während eines Vortrags auf dem „Fairnetzungstreffen“.

Dabei waren unter anderem Vertreter der Franz-von- Assisi-Grundschule, der Loburg sowie der Kolpingsfamilie und des Eine-Welt-Laden. Vom Kuchenbasar bis hin zu Stiftungsgeldern wurden ihnen die verschiedenen Möglichkeiten rund um die Finanzierung nachhaltiger und fairer Projekte vorgestellt.

Am Wichtigsten sei es, eine große Frustrationstoleranz mitzubringen, besonders wenn es um öffentliche Gelder gehe, erklärte die Referentin. Neben den Finanzierungsmöglichkeiten war aber auch die Öffentlichkeitsarbeit Thema. Die Präsenz in Internet über Websites, Instagram und Blogs sei nicht zu unterschätzen. Sie schaffe Transparenz, ebenso wie eine enorme Reichweite. Deswegen sei das Motto: „Alles auf die Website packen was geht“, so Janine Frönd.

„Münsterland Lokal-Global“

Ein weiterer zentraler Programmpunkt des Abends, war die Präsentation des Projektes „Münsterland Lokal-Global“, das der Münsteraner Tore Süßenguth von der Organisation „Vamos“ vorstellte. Das Ziel des Projektes ist es, eine Fahrradroute durch das Münsterland zu erstellen, die an sieben Stationen mit nachhaltige Themen entlangführt. Statt traditionellen Infotafeln, solle das Wissen durch Praxisbeispiele mit allen Sinnen erlebbar werden.

In Telgte etwa sei bereits eine Station zu dem Thema Textilien geplant. Anhand von Wassersäulen könne dort der Ressourcenverbrauch für Kleidung visualisiert werden. Für eine ähnliche Station zieht der Verein nun auch Ostbevern als Standort in Betracht. Ein mögliches Thema vor Ort wäre etwa die Renaturierung der Bever. Weitere Einzelheiten werden wohl erst in den nächsten „Fairnetzungstreffen“ und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde besprochen.

Viele zeigten sich bereits auf dem Treffen begeistert von dem Konzept. „Das fände ich für Ostbevern toll“, äußerte sich etwa Dr. Michael König, der für den Kolpingverein anwesend war.

Den abschließenden Beitrag des Treffens lieferte Yvonne Ganzert mit Blick auf die anstehende „Faire Woche 2022“ bereits jetzt auf das Jahr 2023, wenn Ostbevern sein zehnjähriges Bestehen als „Fairtrade Gemeinde“ feiert. In diesem Jahr liegt der Fokus auf fairen Textilien.

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