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Wäsche-Ausstellung im Heimathaus

Die „Aussteuer“ blieb einst im Verborgenen

Ostbevern

Was trug Frau damals drunter? Eine Antwort auf diese Frage gibt die Ausstellung des Heimatvereins, die am Sonntag im Heimathaus eröffnet wird. Sie zeigt Wäsche aus damaliger Zeit.

Auch die Utensilien, die damals zur Herstellung von Wäschestücken dienten, sind Teil der Ausstellung im Heimathaus Ostbevern. Foto: Heimatverein Ostbevern

Endlich ist es soweit: Die schon vor zwei Jahren geplante Ausstellung mit Textilien aus dem umfassenden Fundus von Christa Neumann aus Warendorf kann am morgigen Sonntag im Heimathaus stattfinden. Christa Neumann hat dem Heimatverein laut einer Pressemitteilung der Veranstalter aus ihrer privaten Sammlung viele Einzelstücke zur Verfügung gestellt.

Das sind ausschließlich Wäschestücke, also das, was fremden Blicken üblicherweise verborgen blieb, vieles davon auch aus der früher sogenannten Aussteuer, die junge Frauen mit in die Ehe brachten.

Diese Stücke wurden vor knapp einem Jahrhundert natürlich ganz anders wertgeschätzt. Verständlich, denn die gesamten Arbeitsprozesse zur Herstellung waren nicht wie heute vollindustrialisiert, sondern zum Teil noch reine Handarbeit.

Lokal gefertigt

Auch wurde fast alles lokal gefertigt und nicht wie heute in Billiglohn- oder Schwellenländern. Wenn man das bedenkt und berücksichtigt, dass da viele Sachen nicht einfach „von der Stange“ gekauft werden konnten, sondern beim Schneider oder in Eigenarbeit entstanden, ist die Wertschätzung dieser Textilien verständlich, so die Organisatoren.

Auch der alte Webstuhl von 1692 und viele andere Ausstellungsstücke, die zur Herstellung von Garn oder Stoffen benötigt wurden, sind zu sehen. Eine Chance auch für die Großeltern, ihren Enkeln einmal zu zeigen, wie es früher war.

Christa Neumann gestaltet die Präsentation ihrer Textilien zusammen mit dem Team des Heimatvereins um Angelika Schulze Hagen, Hildegard Wördemann und Annegret Stiller. Die Ausstellung ist am Sonntag (23. Oktober) in der Zeit von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Auch am darauf folgenden Sonntag (30. Oktober) ist zur gleichen Uhrzeit ein Besuch noch möglich. Das Organisationsteam bietet Rosinenbrot und Kaffee an.

Der Heimatverein lädt alle Interessierten ein, der Eintritt ist frei.

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