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Konzert des Musikvereins in der Ambrosiuskirche

„Die Bitte um Frieden“

Ostbevern

Bestens unterhalten wurde das Publikum beim Weihnachtskonzert des MVO.

Von Anne Reinker

Das Weihnachtskonzert des MVO in der Ambrosiuskirche sorgte für beste Unterhaltung. Foto: Anne Reinker

Die Begeisterung war groß: Mehrere Hundert Besucher genossen am Freitagabend das Weihnachtskonzert des hiesigen Musikvereins. Umso mehr, da das Event – eine langjährige Tradition in der Geschichte des Vereins – die vergangenen zwei Jahre der Pandemie geschuldet kurzfristig abgesagt werden musste. Die Freude darüber, wieder die Vorweihnachtszeit musikalisch aktiv mitzugestalten, war den Mitgliedern anzumerken.

50 Musiker

Ausgiebiger Applaus des Publikums begrüßte die mehr als 50 Musiker während diese ihre Positionen einnahmen. Die Besucher erkannten damit auch die Ausdauer der Mitglieder während der Zeit der Pandemie an. Denn die Vereinsmitglieder saßen die Phase nicht einfach aus, sondern kamen auf digitalem Wege zusammen. Davon erzählte Vanessa Käller zwischen den Musikbeiträgen, Kathrin Stiller moderierte und hatte zu jedem Stück Interessantes zu erzählen.

Beinahe königlich mutete der Auftakt an, für den sich das Ensemble mit seinem Dirigenten Norbert Göttker entschieden hatte: Der Marsch aus der Oper „Scipio“ von Händel kündigte ein beeindruckendes Programm an, das mit „Arioso“ von Johann Sebastian Bach weitergeführt wurde.

Die Ambrosiuskirche war sehr gut gefüllt. Foto: Anne Reinker

„Dieses Jahr war wieder etwas aufregender“, berichtete Vanessa Käller über die Proben und Veranstaltungen des MVO in den vergangenen Monaten. Sie sprach aber auch von der aktuellen Zeit mit Sorgen, Ängsten und „Heizkostenpauschalen, die nicht die menschliche Wärme ersetzen“, so Käller, die in ihren Wortbeiträgen die Bedeutung des MVO für jeden einzelnen Musiker hervorhob.

Kathrin Stiller

Norbert Göttker gab mit dem Taktstock zum Lied „Oh Tannenbaum“ auch dem Publikum das Zeichen, die Stimme zu erheben. „Musik macht etwas mit uns“, sagte Kathrin Stiller. Sie verleihe Stärke und Kraft, etwas, dass man bei „Gabriellas Song“ wahrnehmen könne. Auch bei „Cinderellas Dance“ war das zu spüren. „Dona Nobis Pacem“, die Bitte um Frieden, beeindruckte im besonderen Maße. „Ein schlichter Wunsch, doch braucht es jeden von uns, ihn umzusetzen“, sagte Stiller. In einem wundervollen Arrangement, dass auch mit einigen Solo-Einlagen glänzte, schenkte der MVO es dem Publikum als eines der Highlights des Abends.

„Last Christmas“, das genauso zu Weihnachten gehört wie Spekulatius, wie Kathrin Stiller fand, brachte dagegen fröhliche Klänge in den Kirchenraum. Ebenso „Jingle Bell Rock“ oder auch „Let the Bells Ring“, Letzteres ein ukrainisches Weihnachtslied. Und bevor das Schlusslied aus dem Film „The Polar Express“ gespielt wurde, lud Norbert Göttker die Zuschauer noch einmal zum Mitsingen ein und wünschte damit „Fröhliche Weihnacht überall“.

Weihnachtsmelodien noch in den Ohren und Weihnachtsstimmung im Herzen, so werden viele der Besucher das Konzert nach der Aufführung verlassen haben.

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