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Kleinere Änderung beim Bebauungsplan „Alte Schmiede“

Die Kita wird gebraucht

Ostbevern

Eigentlich muss es schnell gehen, denn Ostbevern braucht eine weitere Kita zur Sicherstellung der Plätze in Kindertageseinrichtungen. Aktuell laufen die Planungen für eine weitere Kita an der Bahnhofstraße. Doch da kommt es jetzt zu Verzögerungen, da in den Bebauungsplan noch Eingaben des Kreises Warendorf eingearbeitet werden mussten, die eine erneute Offenlegung erforderlich machen.

Von Daniela Allendorf

Für den östlich gelegenen Baukörper des geplanten Neubaus auf dem Gelände der „Alten Schmiede“ Foto: Gemeinde Ostbevern

Die Zeit drängt, was den Neubau einer weiteren Kita in der Bevergemeinde angeht. Michael Füssel (CDU) formulierte es, als es in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses um die geplante Kita auf dem Gelände der „Alten Schmiede“ ging, so: „Wir alle wissen, dass wir die Kita brauchen.“

Deswegen gab es in der Sitzung zu diesem Thema wenig Diskussionsbedarf. Dennoch wird es eine kleinere Zeitverzögerung geben. Denn im Rahmen der Offenlegung des Bebauungsplanes gab es von Seiten des Kreises Warendorf einige Anregungen, denen die Gemeinde jetzt zunächst nachkommen muss. Darunter auch die Berücksichtigung der Verkehrslärmemission. So liege nach Ansicht des Kreises der nächtliche Beurteilungspegel in Teilen des zu bebauenden Bereiches – vor allem in Richtung Bahnhofstraße – über 45 dB(A). Da bei diesem Richtwert bei geöffnetem Fenster ein ungestörter Schlaf häufig nicht mehr möglich sei, lautete die Anregung darauf, für Schlafräume den Einbau schallgedämmter, fensterunabhängiger Lüftungseinrichtungen oder die Anordnung der Schlafräume auf der lärmabgewandten Seite zu empfehlen.

Eine Anregung, der die Gemeinde mit einer Eintragung der nächtlichen 45 dB(A)-Linie im Bebauungsplan nachkommen will. Ebenso sollte in diesem Zuge eine Festsetzung der Eingeschossigkeit für den Bereich der Kita im Erdgeschoss zur östlichen Seite des Grundstücks erfolgen. „Die Konsequenz ist natürlich, dass wir den Bebauungsplan neu auslegen müssen“, sagte Fachbereichsleiter Klaus Hüttmann, regte aber gleichzeitig eine verkürzte Auslegung an.

Mit der Festlegung der Eingeschossigkeit begegnet die Gemeinde auch der Einwendung eines Anliegers. Nach seiner Ansicht, füge sich die geplante Bauweise keineswegs harmonisch in das bestehende Ortsbild ein. Deswegen solle die Bebauung mit einer zweigeschossigen Bauweise – analog zum Baugebiet „Frönds-Kamp“ –angepasst werden. Die Begründung, dass hiermit den Platzbedürfnissen für die Kindertageseinrichtung Rechnung getragen werden solle, sei darüber hinaus seiner Meinung nach unzureichend, da die Geschosse zwei und drei unerwähnt blieben. Die Gemeinde ist der Ansicht, dass mit dem belassen der Dreigeschossigkeit im rückwärtigen Grundstücksbereich durchaus eine Einpassung gegeben ist.

Unabhängig zur Größe des Gebäudes, wendete der Anlieger ein, dass es bereits die vierte Kita in unmittelbarer Nachbarschaft sei. In seinen Augen, müsse eine Kita dort entstehen, wo sie benötigt wird und nicht dort, wo ein Investor sie bauen wolle. Ähnlich äußerte sich eine Bürgerin. Letztere blieb jedoch im Ausschuss unberücksichtigt, da das Schreiben anonym an den Bürgermeister gerichtet wurde.

Im Ergebnis stimmten die Ausschussmitglieder bei einer Enthaltung einstimmig für die Änderung des Bebauungsplanes.

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