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NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart besucht Ostbevern

„Digital ist längst kein Selbstzweck mehr“

Ostbevern

Die FDP in Ostbevern hat jetzt NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart eingeladen. Er besuchte zwei Betriebe und stellte sich vielen (Corona-)-Fragen

wn

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart war jetzt zu Gast in der Gemeinde Ostbevern. Foto: FDP Ostbevern

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart hat auf Einladung des FDP-Ortsverbandes jetzt Ostbevern besucht. Im Freien im Hof des Dentallabor Läkamp stellte Hausherr Manfred Läkamp stellte zunächst sein Zahnhaus vor, das mittlerweile auch Fachärzte ausbildet, die aus dem fernen Osten kommen – also weltweit agiert. Er freute sich über die zahlreichen Teilnehmer, unter ihnen auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Annen und Karl Piochowiak. Danach stand Wirtschaftsminister Pinkwart Rede und Antwort – auch zu „Corona“ und den Auswirkungen der Pandemie auf viele Bereiche des Lebens. Stichworte: Nachholbedarf an Digitalisierung etwa in Schulen und Verwaltung und teilweise gravierende wirtschaftliche Einbrüche in verschiedenen Branchen.

„In analoger Form haben wir schon sehr viel erreicht, aber im digitalen Bereich haben wir noch viel aufzuholen. Hier muss man ehrlich sein, da haben wir noch viel zu tun, die verzögerte Datenübermittlung von Ergebnissen von Coronatests ist ein ganz aktuelles Beispiel. Digital ist kein Selbstzweck, es ist eine dringende Notwendigkeit geworden, um im Wettstreit mit den Industrienationen bestehen zu können“., führte der Minister aus. Er nahm auch aktuell Bezug zur Maskenpflicht in den Schulen. „Ende August sehen wir es deutlicher, hilft es oder auch nicht“.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen seien ganz unterschiedlich zu bewerten, so Pinkwart. Es gab und gibt Gewinner, es gab und gibt auch Verlierer, die einen eklatanten Einbruch zu verzeichnen haben. So war der Einwand eines Teilnehmers aus dem Event – und Veranstaltungsbereich recht aufschlussreich, der die Auswirkungen und die finanziellen Verluste sehr detailliert schilderte.

Auch sehr kritische Töne zu der Vorgehensweise der Politik, finanzielle Einbußen durch Corona verursacht abzufedern, wurden aus dem Zuhörerkreis vorgebracht. „Für uns war auch vieles neu, es ist nicht alles gut gelaufen, wir haben auch dazu gelernt“, so beantwortete der langjährige Hochschulprofessor Pinkwart eloquent die kritischen Einwände.

Nach dem Eintrag in das Goldene Buch Ostbeverns, fuhren die Teilnehmer mit dem Bus zur Firma Vossko, Spezialist für Tiefkühlprodukte aus Fleisch. Die Firmenchefs Dietmar und Clemens Vosskötter stellten das Unternehmen und seine Entwicklung vor und hoben hervor, das Unternehmen verzichte konsequent auf Werksverträge. „Die Arbeitsbedingungen in der Fleischwarenindustrie sind nicht vergleichbar mit den Zuständen in Schlachtbetrieben.“

Als Fazit seines Besuches in Ostbevern dankte Minister Pinkwart bei den beiden Betrieben. „Sie sind ein gutes Beispiel, dass besonders auch Digitalisierung es möglich macht, weltweit zu agieren und erfolgreich zu sein.

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