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Geschwindigkeitsbegrenzung an der Eichendorffsiedlung

Drei Unfälle in zwei Jahren

Ostbevern

70 Stundenkilometer sind auf der K 10 auf Höhe der Eichendorffsiedlung erlaubt. Unterwegs seien Autofahrer in diesem Bereich jedoch oftmals schneller, haben die Anwohner beobachtet und wünschen sich eine Reduzierung der Geschwindigkeit. Jetzt hat sich auch die Politik dafür stark gemacht.

Von Daniela Allendorf

Die „Initiative Eichendorff“ setzt sich für eine verringerte Geschwindigkeit auf der K 10 ein. Jetzt hat sich auch die Politik eingeschaltet, und es sollen nun verdeckte Geschwindigkeitsmessungen erfolgen. Foto: Daniela Allendorf

Seit geraumer Zeit kämpfen die Anwohner der Eichendorff-Siedlung für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der K 10, die entlang der Siedlung gemeindeauswärts Richtung Kattenvenne führt. Bisher ohne Erfolg (WN berichteten).

Jetzt beschäftigte sich auch der Rat der Gemeinde Ostbevern nach einem Antrag der CDU mit dem Thema. Man sei in den vergangenen Wochen vermehrt von Anwohnern darauf angesprochen worden, dass im Siedlungsbereich auf der K 10 nach wie vor zu schnell gefahren werde. Brenzlige Situationen und Beinaheunfälle seien nahezu an der Tagesordnung, berichteten die Betroffenen den Christdemokraten. Deswegen wünsche sich die „Initiative Eichendorffsiedlung“ – in dem Wohngebiet findet zur Zeit ein Generationenwechsel statt und viele junge Familien mit kleinen und größeren Kindern haben dort ein Zuhause gefunden – eine Geschwindigkeitsbegrenzung sowie ein Überholverbot.

Um dieses Ansinnen weiter zu forcieren, regte die CDU an, die Gemeinde solle schnellstmöglich verdeckte Geschwindigkeitsmessungen auf dem Teilstück durchführen, um so entsprechende Daten zu sammeln. Dabei sollte sowohl in dem Bereich mit Tempo 100 wie auch in dem Bereich, in dem 70 Stundenkilometer erlaubt sind, gemessen werden, so der Antrag der Christdemokraten.

Bürgermeister Karl Piochowiak konnte zu dem Vorstoß mitteilen, dass man eine Anfrage beim Straßenverkehrsamt des Kreises Warendorf gestellt habe. Das wiederum habe eine Nachfrage bei der Polizei ergeben. Zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 7. Mai 2021 habe es im erweiterten Umfeld der Eichendorffsiedlung drei Unfälle gegeben. Diese seien von Fußgängern beziehungsweise Radfahrern verursacht worden. „Geschwindigkeit hat dabei keine Rolle gespielt“, so Piochowiak.

In den kommenden Wochen sollen dennoch verdeckte Geschwindigkeitskontrollen sowie Verkehrszählungen erfolgen, kündigte der Bürgermeister an und stieß dabei auf breite Zustimmung aus dem Gremium, das einstimmig dem Antrag der CDU folgte. Über die Ergebnisse der Messungen gilt es dann, in einer der nächsten Sitzungen zu beraten.

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