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Karnevalsfeier der kfd-Frauen

Ein dreifach „Helau“

Ostbevern/Brock

Frauen unter sich? Nicht ganz. Einige weniger Männer trauten sich dann doch zur Karnevalsfeier der kfd, die im Beverhof stattgefunden hat. Besonders freuten sich die Organisatorinnen wie Besucherinnen darüber, dass ein waschechter Prinz in Fleisch und Blut zu gegen war.

Anne Reinker

Die kfd-Frauen feierten im „Beverhof“ gemeinsam Karneval. Zur allgemeinen Überraschung schaute auch der Ur-Bröcker sowie Prinz der KG „Schwarz-Gold“ Telgte, Franz Winkels vorbei. Foto: Reinker

„Brock Helau“, „Ostbevern Helau“ und ganz vorn natürlich: „kfd Helau“. Denn eine Gruppe der Bröcker Frauengemeinschaft hatte in den letzten Monaten Kostüme und Requisiten zusammengestellt, Texte geschrieben und viel Probenarbeit geleistet. Mit Erfolg, wie sich am Freitag zeigte. Mit ihrem Programm „kfd – keine Frau daheim“ lockte sie zu karnevalistischen Stunden über 60 Närrinnen in den Beverhof.

Bereits zu Anfang, nach der Begrüßung durch Alexandra Sendker und Gisela Ahlbrand, gab es einen Überraschungsbesuch: Franz Winkels, Prinz der KG „Schwarz-Gold“ Telgte legte in seiner moralischen Verpflichtung als Ur-Bröcker bei den Damen im Beverhof eine Stippvisite ein.

„Willst du froh und leben, lass kein Ehrenamt dir geben. Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab“, sprach Alexandra Sendker in ihrer Büttenrede. Die Organisatorinnen der Feier hatten dem mit viel freiwilligem Engagement getrotzt und einen flotten Ablauf auf die Bühne gebracht. Neben dem Telgter Prinz konnten sie noch zwei weitere Männer in ihren Reihen begrüßen: Peter Licher und Karl Piochowiak, die „in einer Bierlaune“, wie Gisela Ahlbrand verriet, zugesagt hatten und mit ihren Beiträgen ebenfalls für Stimmung sorgten. Die Welt der Frauen nahm Peter Licher sich zum Thema und gab zu, immer die zweite Geige in der Beziehung zu spielen. „Und wie ich hier sehe, sind viele Spielerinnen der ersten Geige da“, stellte er mit Blick in den Saal fest. Einige davon stellten sich als Witwen vor das Publikum. Alleinstehende, die für ihre Position selbstverantwortlich waren, denn: „Ich habe meinen Ehemann schon jahrelang entbehrt, denn er hat nur noch Schönere und Jüngere begehrt. Mit einer flog er dann sogar nach Bali, zur Heimkehr gab es von mir Wurstsalat mit Zyankali“, hieß es unter anderem.

Verschiedene Grüppchen bereicherten das Programm. Etwa der „Rollatorenclub“, der einen Rollatoren-Tanz aufführte oder „Der Kinobesuch“, den die Dramen-Damen ihrem Publikum präsentierten.

Mit vielen Witzen und Sketchen, denen ausdauernder Applaus und Klatschmärsche folgten, wurde für Abwechslung gesorgt. Die Möglichkeit zum Tanz zog viele der Närrinnen zwischendurch auf das Parkett. Verantwortlich für die Party waren: Alexandra Sendker, Gisela Ahlbrand, Beate Prühs, Jutta Teepe, Silvia Liedtke, Anne Dieckmann, Maria Brüske und Anni Wellenkötter. Diese traten zu guter Letzt gemeinsam vor die Närrinnen. Mit einem Heino-Medley verabschiedeten sich die kfd-Frauen von ihrem Publikum. „Ihr werdet hoffentlich herum posaunen, wie wir hier feiern können. Dann machen wir in zwei Jahren wieder Karneval“, kündigte Alexandra Sendker an.

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