„TouchTomorrow-Truck“ macht Station an der Loburg

Ein fahrendes Zukunftsmuseum

Ostbevern

Schülerinnen und Schülern durch das Erleben und Ausprobieren Zukunftstechnologien näher zu bringen, das ist die Intention des „TouchTomorrow-Trucks“, der jüngst an der Loburg Station gemacht. Der Truck ist konzipiert für 7.,8. und 11. Klassen. Rotierend können die Teilnehmer an verschiedenen Zukunfts-Themenstationen aus Naturwissenschaft und Technik arbeiten.

Von Anne Reinker

Mit der VR-Brille erlebten die Jugendlichen die virtuelle Realität mit spannenden Eindrücken oder programmierten einen Roboter. Foto: Anne Reinker/Loburg

Zukunft zum Anfassen und Erleben: Für vier Tage legte der „TouchTomorrow-Truck“ der Dr. Hans Riegel-Stiftung einen Stopp an der Loburg ein. 120 Schülerinnen und Schüler der achten bis elften Jahrgänge konnten einen spannenden Einblick in neue Zukunftstechnologien werfen. Und dürften damit ganz neue Erfahrungen im MINT-Bereich – also im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich – gemacht haben. Finanziell wird das Projekt durch die Bundesagentur für Arbeit unterstützt.

„Das ist wie ein fahrendes Museum“, erklärte Maria Schäferbarthold, eine der vier Naturwissenschaftler, die das Projekt betreuen. Doch statt in einem Museum auf Vergangenes zu blicken, verfolgen die acht Stationen im Wissenschaftstruck das Ziel, die Begeisterung und das Interesse der Jugendlichen für Neues zu fördern und damit die Orientierung für Leistungskurse und Berufswege zu unterstützen. „Die Schüler sehen, welche Berufe hinter den Technologien der Zukunft stecken können“, erklärte Dirk Folker, Lehrer der Loburg.

Allein mit der Kraft der Gedanken, einen Ball durch ein Labyrinth auf dem Bildschirm zu lenken, dürfte den Gymnasiasten wie Zauberei vorgekommen sein. „Das ist für viele wie ein Aha-Effekt“, beschrieb Maria Schäferbarthold die Reaktionen der Schüler. „Es kommt unheimlich gut an“, freute sich Dirk Folker über das Interesse der Besucher des zweistöckigen Trucks.

Es gibt zudem die Möglichkeit, einen Roboter zu programmieren oder über die Zukunft im Bereich der nachwachsenden Rohstoffen zu informieren. Das Thema zukünftiger Mobilität durch Magnetschwebetechnik zeigte eine der Erlebnisstationen auf. Hier konnten die Experimentierfreudigen am Modell selbst programmieren und am Steuerungspult nicht nur die Geschwindigkeit überprüfen sondern auch erfahren, wie sich etwa die Vakuumisierung der Röhre auf das Tempo auswirkt. Kein rein physikalischer Schwerpunkt, sondern auch wissenswert für Informatik und Biologie. Es kann sich dadurch etwa die Frage ergeben, wie sich die Hochgeschwindigkeit auf den menschlichen Organismus auswirken kann.

Durch das aktive Agieren an den Stationen erhielten die Jugendlichen ein individuelles Verständnis dafür, dass MINT-Bildung bereits eine wesentliche Grundlage der heutigen, aber vor allem der in Zukunft weiter digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt ist, wie es seitens der Projektleitung heißt.

Das Angebot soll inspirieren und auch sprachlich oder gesellschaftlich interessierte junge Erwachsene ansprechen, um ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen, insbesondere im Hinblick auf die zunehmend fachübergreifenden Formen der Zusammenarbeit in wechselnden Teams.

Rotierend besuchten die Schüler die Stationen in insgesamt 90 Minuten. Und „es ist ein super Highlight für die Schüler“, bekam Dirk Folker von den jungen Leute gespiegelt. „Viele gehen mit einem Lächeln raus.“ Die Lerninhalte des Projekts werden im Unterricht wieder aufgegriffen und weiter verfolgt. Mehr Infos unter

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