Wochenmarktbeschicker im Ausschuss zu Gast

Ein Pfund für Ostbevern

Ostbevern

Der Wochenmarkt wertet den Ort auf. Darüber waren sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses einig. In ihre jüngste Sitzung hatten die Kommunalpolitiker die Marktbeschicker eingeladen. Und dabei wurde deutlich, dass es durchaus auch Probleme gibt.

Daniela Allendorf

Noch findet der Wochenmarkt auf der Hauptstraße statt. Ab März geht es wieder zum alten Standort vor dem Rathaus. Foto: Gemeinde Ostbevern

„Der Wochenmarkt wertet Ostbevern jeden Donnerstag auf. Es ist toll, dass es Sie gibt“, sagte Jochem Neumann (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an die Marktbeschicker gerichtet. Die Verwaltung hatte die Händler auf Vorschlag der Grünen zu der Sitzung eingeladen. Und die waren zahlreich gekommen. Ziel war es, mit den Marktbeschickern in einen Gesprächsaustausch zu kommen und die Situation des Wochenmarktes in Ostbevern zu beleuchten – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Beschicker Ende Februar auf den ursprünglichen Platz vor dem Rathaus zurückkehren.

„Unser Markt ist gut, aber vielleicht können wir ihn einfach noch ein bisschen besser machen“, sagte Jochem Neumann und regte an, das Angebot um ein mobiles Café zu erweitern. Was allerdings von Seiten der Marktbeschicker kritisch gesehen wurde.

So sehr der Markt auch von den Lokalpolitikern gelobt wurde, so wurde in der Sitzung aber auch deutlich, dass der Schuh der Händler doch an der einen oder anderen Stelle drückt. So meldete sich besonders eine Beschickerin zu Wort und gab zu Bedenken, dass sie mit Lkw und Anhänger auf den Rathausvorplatz fahren müsse. Sie mache sich Sorgen, ob das aufgrund der Anlage des Platzes so einfach möglich sei. Darüber hinaus beklagte sie mangelnde Kommunikation mit der Verwaltung: „Ich fühle mich manchmal allein gelassen“, sagte sie. Auch die Frage nach einer Marktsatzung wurde von ihr gestellt.

Bürgermeister Wolfgang Annen weiß um die Bedeutung des Angebots und versprach, Abhilfe zu schaffen: „Wir werden Lösungen finden“, sagte er und lud die Marktbeschicker ein, sich direkt bei ihm im Büro zu melden. Fachbereichsleiterin Barbara Roggenland pflichtete ihm bei und sagte: „Sprechen Sie mich gerne direkt an.“ Und Kollege Hans-Heinrich Witt ergänzte im Hinblick auf die Örtlichkeit und eventuell damit verbundene Schwierigkeiten: „Vorm Rathaus soll es schön sein, und der schöne Wochenmarkt soll vor das Rathaus.“ Sollte da ein Papierkorb oder ein Fahrradständer im Weg sein, so werde sich das Problem sicher lösen lassen.

Eine Absage erteilten die Marktbeschicker der Idee von Claudia Niedermeier (CDU). Sie hatte einen „Abendmarkt“ vorgeschlagen. „Unser Tag beginnt um 3.15 Uhr und damit meine ich nicht nachmittags“, sagte einer der Händler. Im Herbst wollen sich die Politiker erneut mit den Marktbeschickern zusammensetzen, um nach dem Umzug auf den Rathausplatz erneut ins Gespräch zu kommen und noch bestehende Probleme auszumerzen.

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