1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ostbevern
  6. >
  7. Ein Zeichen für den Klimaschutz

  8. >

Baumpflanzaktion mit 300 Setzlingen in Brock

Ein Zeichen für den Klimaschutz

Brock

Auf einem Gelände von Thomas Korthorst in Brock entsteht ein Bürgerwald. 300 junge Roteichen, Flatterulmen, Kastanien und Robinien wurden dort am Samstag in einer Gemeinschaftsaktion gepflanzt. Damit sollte bewusst ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt.

Von Anne Reinker

Thomas Korthorst riet den Teilnehmern mit einem Augenzwinkern, die Jungbäume mit dem Wurzelwerk nach unten zu pflanzen. Foto: Anne Reinker

Ein großes Zeichen für den Klimaschutz: Am Samstag pflanzten zahlreiche Interessierte auf dem Gelände von Thomas Korthorst einen Bürgerwald mit 300 Setzlingen, die vorab von ihnen für diese besondere Aktion über die Gemeinde bestellt worden waren. Das war die Fortsetzung der Premiere vor zwei Jahren im Loburger Wald. Auch in Brock wird nun durch die Anpflanzung junger Bäume das Klima langfristig unterstützt, weil mehr Sauerstoff produziert wird.

„Das ist ein tolles Zeichen von und für Ostbevern“, sagte Bürgermeister Karl Piochowiak zur Begrüßung auf dem Hof Korthorst. Er war begeistert, dass wieder so viele Mitstreiter dabei waren und freute sich besonders, dass auch etliche Kinder unter ihnen waren. Geplant war der Bürgerwald in Brock schon für 2020, musste dann aber pandemiebedingt abgesagt werden. Die gleiche Befürchtung hatte Piochowiak nun auch gehabt, konnte die Durchführung im Freien aber gut vertreten. „Die Bäume müssen auch jetzt unbedingt in die Erde“, erklärte er. Er dankte Korthorst für das Überlassen der Fläche.

Die meisten der Mitmachenden hatten ihre Spaten mitgebracht, um die Setzlinge – Roteichen, Flatterulmen, Kastanien und Robinien – selbst in die Erde zu bringen. „Eine bunte Mischung“, so Thomas Korthorst zur Baumauswahl. Eine Entscheidung aus ökologischen Gründen. Während die Flatterulme dem Artenschutz gut tut, geben die Blüten der Kastanien den Insekten neuen „Treibstoff“. Und ein ausgewachsener Baum produziert den Sauerstoff für elf Personen im Jahr, heißt es.

Einen Tipp gab Thomas Korthorst den Anwesenden: „Wichtig ist nur, die Pflanzen mit den Wurzeln nach unten in den Boden zu setzen“, meinte er mit einem Lachen. Wo sie ihre kleinen Bäume hinpflanzten, war einerlei, da es einen Mischwald geben soll. „Es kann wild durcheinander gepflanzt werden“, teilte Korthorst mit. Den Boden hatte Philipp von Beverfoerde vorbereitet und die Löcher für die Jungbäume maschinell gebohrt, die Einzäunung zum Schutz der Pflanzen vor den Wildtieren übernahm Korthorst. In einigen Jahren, wenn die Bäume widerstandsfähiger sind, dürfen Damwild & Co. hier aber Unterschlupf suchen.

Viele der Aktiven kamen im Familienverbund. Mal wurde ein einzelner Baum gesetzt, manche der Anwesenden hatten im Vorfeld für jedes Familienmitglieder ein Exemplar gekauft. Nicht selten wurde von ihnen die Aktion mit dem Smartphone für das Fotoalbum festgehalten – als Zeichen für die persönliche Bedeutung, die die Aktion hat.

Zwei Setzlinge hatte Peter Müller gekauft, der schon vor zwei Jahren dabei war. „Wir müssen für die nächste Generation Fürsorge tragen“, begründete er sein Mittun in Sachen Klimaschutz.

Startseite
ANZEIGE