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Peter Rodermund vom Verein „Debra“ besucht Franz-von-Assisi-Schule

Eine Reise nach Brasilien

Ostbevern

Seit 20 Jahren arbeitet die Franz-von-Assisi-Schule mit dem Verein „Debra“ zusammen. Der Verein – allen voran Peter Rodermund und sein Zwillingsbruder Hardy – haben ein Hilfsprojekt für Straßenkinder in Brasilien aufgebaut. Nach der Corona-Zwangspause war Peter Rodermund nun wieder an der Schule zu Gast.

Von Daniela Allendorf

Peter Rodermund war jüngst nach zwei Jahren „Corona-Abstinenz“ wieder in der Franz-von-Assisi-Schule zu Gast, um über das Straßenkinderprojekt „Hakuna Matata“ in Brasilien zu berichten. Die Schule unterstützt bereits seit über 20 Jahren das Projekt, das vom Verein „Debra“ getragen wird. Foto: Daniela Allendorf

„Wer von euch lebt in einer Hütte?“, fragt Peter Rodermund die Kinder der zweiten Klasse der Franz-von-Assisi-Schule an diesem Morgen. Keiner meldet sich. Nur ein Mädchen erzählt, dass ihr Haus aus Holz sei – eine Hütte sei das aber trotzdem nicht, stellt die Klasse gemeinsam fest. Auf den Bildern, die Peter Rodermund mitgebracht hat, sind hingegen zahlreiche einfache Hütten zu sehen. Aufgenommen wurden die Fotos in Ilheus in Brasilien, wo Rodermunds Zwillingsbruder Hardy das Straßenkinderprojekt „Hakuna Matata“ leitet, das vom Verein „Debra“ (Deutschland-Brasilien-Hilfe) aus Gütersloh getragen wird. Ein Projekt, das die Franz-von-Assisi-Schule bereits seit über zehn Jahren unterstützt.

Seit 2001 an der Schule aktiv

2001 sei der Kontakt über die ehemalige Schulleiterin, deren Mann und seinen Bruder zustande gekommen, erinnert sich Peter Rodermund noch genau. Seitdem ist er regelmäßig Gast an der Grundschule und berichtet über die Arbeit in dem südamerikanischen Land. Jeweils die zweiten und vierten Klassen besucht der Vorsitzende des Vereins „Debra“. Das sei ganz bewusst so gewählt, sagt Schulleiterin Martina Lamour. So seien die Kinder der zweiten Klassen dem ersten Ankommen des ersten Schuljahres entwachsen und später im vierten Schuljahr hätten sie noch einmal einen anderen Blick auf die Gegebenheiten in Brasilien.

In jedem Fall „nehme ich die Kinder mit auf eine Reise nach Brasilien“, erklärt Rodermund. Er vergleicht das Leben auf dem anderen Kontinent mit den hiesigen Umständen und zeigt den Schülern, zum einen mit welchen Kleinigkeiten man eigentlich zufrieden sein kann, zum anderen mit welchen Kleinigkeiten man dort schon tolle Dinge erreichen kann.

Eltern werden miteinbezogen

Immer wieder taucht im Schulalltag an der Franz-von-Assisi-Schule das Projekt auf. „Gerne laden wir auch die Eltern ein, wenn Peter Rodermund hier ist“, sagt Martina Lamour. Allerdings habe man in diesem Jahr noch einmal aufgrund der Corona-Situation darauf verzichtet. Umso glücklicher sei man, dass der Besuch von Peter Rodermund nach zwei Jahren Corona-Abstinenz überhaupt stattfinden konnte. Denn für die Kinder sei der „Blick über den Tellerrand“ viel mehr als das Kennenlernen von anderen Kulturen und anderen sozialen Systemen. Über das Projekt sei es möglich, einen Beitrag dazu zu leisten, dass anderen Menschen Grundbedürfnisse ermöglicht werden.

Der Verein „Debra“

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