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Internationaler Sommerkurs zum Thema „Nachhaltigkeit“

Engagement für die eigene Zukunft

Ostbevern

Im Internat Schloss Loburg findet ein internationales Sommercamp für Schüler aus 17 Ländern statt. Die Jugendlichen beschäftigen sich dort mit dem Thema „Nachhaltigkeit“. Ziel des Camps ist es, die jungen Menschen in ihrem eigenem Engagement zu ermutigen.

Marion Fenner

Die United-World-Colleges-Bewegung veranstaltet ein internationales Sommercamp im Internat Schloss Loburg mit Teilnehmer aus 17 verschiedenen Ländern. Das Thema „Nachhaltigkeit“ steht dabei im Mittelpunkt.

Freitags gehen viele von ihnen auf die Straße, um auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen – jetzt treffen sie sich bei einem internationalen Sommercamp im Internat der Loburg, um konkrete Lösungen für nachhaltiges Handeln zu entwickeln. 54 Jugendliche aus 17 verschiedenen Ländern im Alter von 15 bis 18 Jahren nehmen an diesem Camp teil.

Weite Anreise

Ausgerichtet wird es von der United-World-Colleges-Bewegung. Für die Teilnahme mussten die Schüler an einem Auswahlverfahren teilnehmen. „Einige von ihnen haben noch nie zuvor ihr Heimatland verlassen und sind zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Zug gefahren“, berichtet Moritz Drechsler vom Leitungsteam. Die weiteste Anreise hätten Jugendliche aus Nepal und Ecuador gehabt. Ehemalige Schüler der United-World-Colleges-Bewegung richten das Camp aus.

Begegnung

„Bei diesen Treffen wird intensiv gearbeitet“, berichtet Drechsler. Die Workshops gingen teilweise von 8 bis 21 Uhr. Aber alle seien sehr engagiert dabei. Natürlich gehe es auch um die Begegnung mit Jugendlichen aus andern Ländern, aber letztlich verfolgten alle ein gemeinsames Ziel. So wie Abdou Ayewer, der aus Togo stammt, aber derzeit in Deutschland lebt. Er hat sich für dieses Camp beworben, weil er weiß, dass er jetzt in Deutschland ein privilegiertes Leben führen darf, das viele Menschen in seiner Heimat so nicht führen können. „Ich will etwas zurückgeben und fühle mich verantwortlich“, sagt er. Es sei sehr wichtig Nachhaltigkeit für eine bessere Zukunft vermehrt in den Blick zu nehmen, auch damit Menschen in armen Ländern davon profitieren können.

Abdou Ayewer

„In unserem Sommercamp nehmen wir sowohl wirtschaftliche, umweltrelevante als auch soziale Aspekte des nachhaltigen Handelns in ganz unterschiedlichen Bereichen in den Fokus“, erklärt Drechsler. Unter anderem ging es an einem Nachmittag um die Herstellung von Mode. Dafür haben sich die Jugendlichen intensiv damit beschäftigt, wo Kleidung unter welchen Bedingungen hergestellt wird. Die Teilnehmer haben sich dann auch ganz praktisch dem Thema gewidmet und eine Modenschau aus recycelten Materialien auf die Beine gestellt. Ziel des Camps sei es, den jungen Menschen die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit näherzubringen und sie zu eigenem Engagement zu ermutigen, sagt Drechsler.

Finanziert wird das zweiwöchige internationale Sommercamp vom Erasmus-Programm der Europäischen Union und der United-World-Colleges-Bewegung.

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