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OGS-Beiträge

Entlastung und Erhöhung

Ostbevern

Entlastung auf der einen Seite, Erhöhung auf der anderen Seite. Schon zum kommenden Schuljahr nach den Sommerferien werden die Beiträge für den Besuch der Offenen Ganztagsangebote der Bevergemeinde sowie der Acht-bis-Eins-Betreuung angepasst.

Von Daniela Allendorf

Für den Besuch der Offenen Ganztagsangebote werden die Elternbeiträge bereits zum kommenden Schuljahr angepasst. Foto: Daniela Allendorf

Mussten Eltern in der Einkommensstufe bis 12 000 Euro Jahreseinkommen bisher in der Bevergemeinde noch monatlich 15 Euro für die Betreuung der Kinder in der Offenen Ganztagsschule sowie fünf Euro für die Acht-bis-Eins-Betreuung zahlen– so werden diese Familien bereits ab dem kommenden Schuljahr entlastet. Die Mitglieder des Bildungs-, Generationen- und Sozialausschusses (BGSA) beschlossen in ihrer Sitzung am Dienstagabend die Aufhebung der Beiträge in dieser Gehaltsklasse ebenso wie für die zweite Stufe. Konkret bedeutet dies, dass Eltern deren Jahreseinkommen unter 24 000 Euro liegt, künftig ihre Kinder beitragsfrei in der OGS anmelden können.

Voraussetzung für die Anmeldung ist jedoch entweder der Nachweis, dass die Eltern aufgrund beruflicher Tätigkeit ihre Kinder zu den Zeiten nicht selbst betreuen können oder dass aus Sicht der Schule ein pädagogischer Grund für eine Betreuung in der OGS vorliegt. Gleiches gilt bereits ab dem kommenden Schuljahr für die Inanspruchnahme der Acht-bis-Eins-Betreuung. Auch dort wurde eine Beitragsfreiheit für die beiden ersten Einkommensstufen beschlossen.

Teurer wird es hingegen in den höheren Stufen zur Bemessung der Beiträge. So zahlen Eltern ab einem Jahreseinkommen bis 60 000 Euro künftig monatlich 130 Euro, bis 72 000 Euro werden 170 Euro im Monat fällig und für alle die über einem Jahreseinkommen von 72 000 Euro liegen werden es 209 Euro monatlich sein.

Der erste Vorstoß zur Änderung kam von Seiten der SPD, von deren Seite zunächst der Vorschlag kam, die erste Einkommensstufe „auf Null“ zu stellen. Eine Idee, die auch bei FDP und den Grünen gleich auf Gehör und Zustimmung stieß. „Es steht der Gemeinde gut zu Gesicht, die Elternbeiträge anzupassen“, sagte beispielsweise Ulrich Lunkebein (Grüne). Karin Läkamp ging noch einen Schritt weiter und stellte auch die zweite Einkommensstufe zum Diskurs.

Wolfgang Weglage (CDU) war der Auffassung, dass man im Mittel in Ostbevern gar nicht so schlecht dastehe und dass es ihm schwer falle eine solche Entscheidung zu treffen, weil die Auswirkungen nicht abzuschätzen seien. Dennoch – und das machten auch andere Vertreter dieser Fraktion deutlich – stehe man dem offen gegenüber. „Ich sehe kein Problem, die Beträge anzupassen“, sagte unter anderem Michael Haase (CDU) im Hinblick auf den Zeitpunkt. Denn, das sagt auch Dajana Dossow (SPD), es sei vielleicht gerade ein schlechtes Timing, da die Eltern für das kommende Schuljahr die Verträge mit den Trägern bereits geschlossen hätten. Ein rechtlicher Hinderungsgrund war das aber – so bestätigte das auch Hubertus Stegemann für die Verwaltung – nicht.

Neben den Elternbeiträgen für OGS und Acht-bis-Eins-Betreuung ging es noch um ein zusätzliches Angebot zur Ferienbetreuung im Rahmen der Acht-bis-Eins-Betreuung. Trotz Skepsis der Träger der außerunterrichtlichen Angebote, soll es – so verwaltungsseitig vorgeschlagen und von den Ausschussmitgliedern befürwortet – versuchsweise im Schuljahr 2021/2022 eine Ferienbetreuung geben.

Neu ist auch die Einrichtung einer Acht-bis-Ein-Betreuung in den Räumen der Franz-von-Assisi-Grundschule. Seit längerem Bestand der Wunsch, die Kinder vor Ort zu betreuen. Ungefähr die Hälfte der für das nächste Schuljahr angemeldeten Kinder kommen von der Franz-von-Assisi-Grundschule. Da seitens des Trägers keine Bedenken bestehen und auch räumlich die Möglichkeit besteht, soll das Angebot nach den Sommerferien umgesetzt werden.

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