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Beverhalle soll auch Veranstaltungsstätte werden

Entscheidung vertagt

Ostbevern

Waren es zu Beginn der Planungen rund 100 000 Euro, so sind es inzwischen 380 000 Euro die für die Ertüchtigung der Beverhalle zur Versammlungsstätte veranschlagt werden und für das kommende Jahr im Haushalt eingestellt werden sollen. Ein Vorschlag, dem längst nicht alle Fraktionen folgen können.

Von Stefan Flockert und Daniela Allendorf

Wenn es nach der CDU geht, soll die Beverhalle so ertüchtigt werden, dass sie endlich für das, wofür sie einst konzipiert wurde – nämlich als Versammlungsstätte Foto: Karl-Heinz Kock

Einst ist die Beverhalle nicht nur für Sport- sondern auch für andere Großveranstaltungen gebaut worden. Doch für größere Events und Versammlungen kann sie nicht genutzt werden. Es gibt für die Tribüne auch eine Begrenzung auf 199 Besucher. Die Gemeinde möchte das ändern und die Halle als Versammlungsstätte für Großveranstaltungen nutzbar machen. Doch das kostet. Die dazu notwendigen Baumaßnahmen sollen rund 380 000 Euro kosten. Diese sollten in den Haushalt 2022 eingestellt werden.

Haupt- und Finanzausschuss soll entscheiden

Doch die Entscheidung wurde am Donnerstag vom Bildungs-, Generationen- und Sozialausschuss an den am kommenden Donnerstag (9. Dezember) tagenden Haupt- und Finanzausschuss weitergereicht. Vorher soll das Thema noch einmal in den Fraktionen beraten werden.

Die Grünen hatten den Antrag gestellt, den Umbau zur Versammlungsstätte gar nicht weiterzuverfolgen. Das sei zu teuer. Für große Veranstaltungen könne die Aula der Josef-Annegarn-Schule genutzt werden. In Einzelfällen könne beispielsweise bei Musikfesten ein Zuschuss für das Aufstellen eines Festzeltes gewährt werden.

Vielzahl von Veranstaltungen

Das sah die CDU anders. Es gebe eine Vielzahl von Veranstaltungen, die nur in der Beverhalle durchgeführt werden könnten, sagte Wolfgang Weglage. Deshalb sollte der Umbau vorangetrieben werden. „Die Halle kann nicht genutzt werden wie eigentlich geplant“, fügte seine Fraktionskollegin Claudia Niedermeier hinzu. „Wir sollten deshalb investieren.“

Auch Bürgermeister Karl Piochowiak sprach sich dafür aus, die Planungen weiterzuverfolgen: „Es geht nicht nur um Sport. Als sie gebaut wurde, war sie als Mehrzweckhalle gedacht. Deshalb auch das große Foyer. Jetzt ist der Raum aber begrenzt. 300 Leute kriegt man nicht rein.“

Halle als Sport- und Versammlungsstätte geplant

Zur Erinnerung: Kurz vor der Jahrtausendwende wurde die Bauplanung der Beverhalle an einen Architekten vergeben, der wenig später bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Die Halle sei seinerzeit als Sport- und Versammlungsstätte geplant und unter neuer Leitung dementsprechend gebaut worden, hieß es Ende 2015 von der Gemeindeverwaltung, als der Kreis Warendorf feststellte, dass der Halle für Veranstaltungen die Zulassung fehle. Denn mit dem Bau wurde der förmliche Antrag an den Kreis nur für die Sporthalle gestellt und bewilligt. „Ein Versehen des Architekten, aber auch ein Versehen von uns“, räumte die Verwaltung schon vor Jahren ein. Probleme gab es danach aber nicht, Neujahrsempfänge und Konzerte durften stattfinden.

Seit 2016 soll eine nachträgliche Genehmigung eingeholt werden. Damals lagen die für den Brandschutz veranschlagten Kosten bei knapp 100 000 Euro. Seit 2017 sind die Kosten für die Ertüchtigung der Beverhalle im Haushalt eingestellt. Die Kosten sind über die Jahre deutlich gestiegen. Zuletzt waren es im Haushalt 2021 350 000 Euro, die für eine Sanierung vorgesehen waren. Eine Umsetzung erfolgte bis dato aber nicht. 

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