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Blumen auf dem Friedhof in Brock entwendet

Entsetzen über Diebstahl

Brock/Ostbevern

Von einer Grabstelle auf dem Friedhof in Brock wurde ein Blumenarrangement entwendet. Das sorgt für Entsetzen und Verärgerung – nicht nur bei den Betroffenen, auch in den sozialen Netzwerken. dort äußern sich auch andere Betroffene über ähnliche Vorkommnisse. Der Verwaltung ist das Problem bisher nicht bekannt.

Von Anne Reinker und Daniela Allendorf

Immer wieder kommt es auch in der Bevergemeinde zu Diebstählen auf den beiden Friedhöfen. Im jüngsten Fall, der auch über die sozialen Medien publik wurde, Foto: Anne Reinker

Wenn ein naher Angehöriger verstirbt, beginnt für die Hinterbliebenen in der Regel eine schmerzvolle Zeit im Leben. Meist wird dann die Grabstätte liebevoll gehegt und gepflegt. Nicht nur, um die Fläche schön zu gestalten, sondern auch für die eigene Trauerverarbeitung ist das eine wichtige Aufgabe. Wenn dann, vor allem kurze Zeit nach der Beisetzung, Grabschmuck entwendet wird, kann das ein Schock für die Angehörigen sein.

In Brock ist das jüngst geschehen. Frisch auf dem Grab hergerichteter Blumenschmuck verschwand spurlos. Daraufhin wurde in einem sozialen Netzwerk um Hinweise gebeten, wer dafür verantwortlich sein könnte. Und siehe da: So ein Diebstahl ist selten, aber kein Einzelfall. Immer wieder tauchen in sozialen Netzwerken Hinweise von Betroffenen auf. Dabei wird nicht nur Blumenschmuck entwendet, sondern auch Grablampen, Gestecke, Grabengel und -figuren, Kerzen, Deko und persönliche Dinge, die von den Verstorbenen auf dem Gräber gelegt werden.

Großes Entsetzen

Die Reaktionen auf diese Posts sind nahezu durchweg von Entsetzen geprägt: „Da fehlen einem die Worte“ oder „Nicht einmal Respekt vor dem Tod“ ist unter anderem zu lesen. Auch ebenfalls Betroffene melden sich zu Wort. In einem Fall sei sogar ein frisch gepflanzter Baum vom Grab entwendet worden.

Neu war das bis vor einigen Tagen für Josef Göcke, Verantwortlicher für Friedhofswesen der Gemeindeverwaltung. „Das ist mir jetzt erstmals bekannt geworden“, sagte er auf Nachfrage. Göcke vermutete, dass, sollte es solche Vorfälle schon gegeben haben, vermutlich nicht darüber gesprochen, sondern dass es hingenommen werde.

Da es seines Wissens nun der erste Fall sei, kann er über Maßnahmen seitens der Verwaltung noch nicht berichten. „Da müssen wir jetzt erst einmal innerhalb der Verwaltung beraten, wie man in solchen Fällen vorgeht“, erklärte er weiter.

Auch eine Störung der Totenruhe

In der Regel tauchen die gestohlenen Gegenstände nicht wieder auf. Anders in diesem Fall: Der in Brock gestohlene Blumenschmuck wurde direkt am darauffolgenden Tag auf einem Grab des Friedhofs in Ostbevern entdeckt.

Der Diebstahl von Blumenschmuck oder anderen Grabgegenständen ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann als Ordnungswidrigkeit oder auch Störung der Totenruhe geahndet werden. Je nach Schwere der Tat muss der Täter mit Sanktionen, von einer Geldstrafe bis hin zur Haft, rechnen. Die Polizei rät allen Betroffenen, Anzeige zu erstatten.

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