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120 Schüler der Loburg treten in die Pedale

Fahrrad statt „Taxi Mama“

Ostbevern

Rund 8000 Jugendliche in ganz Deutschland setzten sich dafür ein, dass CO2 eingespart wird und nehmen vermehrt die Leeze, statt Bus oder „Taxi Mama“. Unter ihnen auch 120 Schüler sowie 30 Lehrer der Loburg. Sie alle wurden jetzt vom VCD für ihr Engagement ausgezeichnet.

Von Anne Reinker

Wie die 6c der Loburg, hier mit Lehrerin Maria Tipp (r.) sowie vom VCD Georg Heinrichs und Wolfgang Wiemers, traten noch weitere Schüler und Lehrer für den guten Zweck in die Pedale. Foto: Anne Reinker

Selber in die Pedale zu treten, statt sich vom „Taxi Mama“ oder dem Bus fahren zu lassen, das taten in den vergangenen Monaten 120 Schülerinnen und Schüler des Collegium Johanneum. Und zwar nicht nur für die eigene Fitness, sondern vielmehr um dadurch CO2 einzusparen und somit etwas für das Klima zu tun. Ausgezeichnet wurde das nun mit Urkunden und Sachpreisen des Initiators, der Organisation „VCD – Mobilität für Menschen“. Der Umweltverband konnte auch 30 Lehrerinnen und Lehrer der Schule ehren, denn auch sie hatten sich an der Aktion beteiligt.

Rund 8000 Jugendliche in ganz Deutschland setzten sich für die gute Sache auf das Rad und legten gemeinsam über eine Million Kilometer zurück. Denn sich fit zu halten und dabei etwas für den Klimaschutz zu tun, entspricht ganz dem Wunsch vieler Jugendlicher.

„Wir sind hier schon fast Stammgäste“, sagte Wolfgang Wiemers, stellvertretender Vorsitzender des VCD-Regionalverbands Münster. Denn die Loburg nahm nun schon zum fünften Mal an der Jugendkampagne des Verbands teil, allen voran Lehrerin Maria Tipp, die jedes Jahr dazu animiert. „Frau Tipp pusht das Ganze hier immer“, lobte Georg Heinrichs (Geschäftsführer des VCD) so denn auch. „Das ist einfach vorbildlich, dass auch so viele Lehrer hier mitmachen“, meinte er.

Maria Tipp motiviert die Schülerinnen und Schüler seit Jahren, ihre Mobilität selbst in die Hand zu nehmen und aufzuzeigen, wie sie das Fahrrad problemlos in den Alltag integrieren können. Langfristig bedeutet das aktivere Jugendliche und einen Imagegewinn für das Fahrrad als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel. Und zudem die Erkenntnis der jungen Erwachsenen, damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das drückt sich bei den Loburger Teilnehmern auch in Zahlen aus: insgesamt fuhren sie 69.938 Kilometer, was umgerechnet eine CO2-Ersparung von 9789 Kilogramm ergibt. „Es ist in diesem Jahr die einzige Schule im Regionalverband Münster, die Preise bekommt“, sagte Georg Heinrichs. Für die jüngeren Radler gab es Fläschchen mit Fahrradöl, die Älteren bekamen Käppis.

Doch die Preise und Urkunden werden nur ein kleiner Anreiz dazu gewesen sein, jede mögliche Strecke auf dem Rad zurückzulegen. Vielmehr war es wohl die Kombination aus Umweltbewusstsein und dem Wunsch nach körperlicher Aktivität. Ein gutes Zeichen auch für den Gemeinschaftssinn der Teilnehmer.

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