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Drei Varianten zum Ausbau des Hanfgartens

Fahrradstraße noch nicht möglich

Ostbevern

Die Fahrbahndecke des Hanfgartens ist in einem desolaten Zustand. Schon lange soll der Streckenabschnitt zwischen Schulstraße und Josef-Annegarn-Schule saniert werden. Was da jetzt möglich ist, wurde jüngst den Mitgliedern des Umwelt- und Planungsausschusses vorgestellt.

Von Daniela Allendorf

Rodegang Elkendorf stellte im Ausschuss die Ausbauvarianten des Hanfgartens vor. Dort könnte eine Fahrradstraße entstehen. Foto: Büro Gnegel

Auf der Prioritätenliste der zu sanierenden Straßen in der Bevergemeinde steht der Hanfgarten ganz oben. Dennoch geht es dort nicht ganz so schnell voran, wie sich das Verwaltung, Politik und auch Anwohner gewünscht hätten. Hauptgrund für eine möglichst schnelle Sanierung dieses Bereiches sei der schlechte Zustand der Straße, sagte Fachbereichsleiter Hans-Heinrich Witt in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses. Überdies komme die Sanierungsmaßnahme an der Hauptstraße hinzu, die möglicherweise für Verdrängungsverkehr im Bereich des Hanfgartens sorgen könne. „Deswegen wäre es sinnvoll, wenn der Hanfgarten bis dahin fertig wäre“, so Witt weiter, der aber auch einräumen musste, dass die notwendige Anwohnerversammlung bis dato noch nicht stattfinden konnte. Die soll nun im Januar stattfinden, so dass im Februar die Beschlüsse gefasst werden könnten – so zumindest der Plan. Allerdings bedeute diese Verzögerung auch, dass man mit der Sanierung des Hanfgartens nicht bis zum Ende des kommenden Jahres fertig sei.

Dennoch drängt die Zeit. Denn das Land NRW übernimmt nur bis 2026 die Anliegerbeiträge beim Straßenbau.

Insgesamt sind am Hanfgarten im Bereich zwischen der Schulstraße und der Josef-Annegarn-Schule rund 1800 Quadratmeter Straße und Gehweg zu sanieren, erläuterte Rodegang Elkendorf vom Ingenieurbüro Gnegel aus Sendenhorst, der mit den Planungen zur Sanierung beauftragt wurde. Dabei kommen drei Varianten in Frage: „Einfach wiederherstellen – da spricht eigentlich nicht viel dagegen“, sagte Elkendorf und erläuterte damit schon die erste Möglichkeit. Es bliebe bei einer Straßenbreite von sechs Metern und zwei Gehwegen mit jeweils einer Breite von 1,50 Meter. Allerdings, und das führte ihn zum Vorschlag einer zweiten Variante, ist der Begegnungsverkehr auf dem Bürgersteig bei einer Breite von 1,50 Meter begrenzt. Deswegen sieht die zweite Planungsmöglichkeit einen Gehweg mit einer Breite von 2,50 Meter vor. Auf der gegenüberliegende Seite, würde dann die Einrichtung eines sogenannten „Schlammbords“ ausreichen. Das sei ein 50 Zentimeter breiter Weg, um beispielsweise besser aus dem parkenden Auto aussteigen zu können“, so Elkendorf. Bei dieser Variante, so der Planer, sei es auch angezeigt statt vier Baumscheiben insgesamt sechs verkehrsberuhigenden Elemente zu installieren. Gerade im Einfahrtsbereich an der Schulstraße sei es durchaus sinnvoll Sichtachsen zu durchbrechen. Überdies seien die vorhandenen Bäume ohnehin abgängig und müssten durch neue ersetzt werden.

Rodegang Elkendorf stellte im Ausschuss die Ausbauvarianten des Hanfgartens vor. Die Straße befindet sich in einem schlechten Zustand und soll saniert werden. Foto: Büro Gnegel

Sollten die beiden ersten Varianten sich vergleichsweise problemlos durchsetzen lassen, so könnte – auch wenn es von der Politik die favorisierte werden könnte – die dritte Möglichkeit zur Sanierung der Straße auf größeren Widerstand treffen. Zumindest was eine Genehmigung seitens des Kreises Warendorf betrifft. Fahrradstraße ist das Stichwort, unter dem Rodegang Elkendorf beim Kreis Warendorf als zuständige Behörde bereits bezüglich der dritten Variante angefragt hat. Denn der Kreis müsste eine solche Straße anordnen. „Das fällt allerdings im ländlichen Raum schwer“, sagte Elkendorf. „Und der Kreis sieht eine Fahrradstraße heute noch nicht an dieser Stelle.“ Machte den Politikern aber dennoch ein wenig Hoffnung: Ohne großartige Mehrkosten sei beispielsweise die Einfärbung des Asphalts in rot, um die Straße besonders zu kennzeichnen, auch später noch möglich.

Für die Politik sieht der weitere Fahrplan so aus, dass das „Baumprogramm“ in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschuss im Februar beschlossen werden soll, anschließend geht es in die Planung und Ausschreibung sowie Abstimmungen mit den Ver- und Entsorgungsträgern stattfinden, bevor im Frühjahr 2023 der Ausbau erfolgen kann. In der jüngsten Sitzung gab deswegenes lediglich den Beschluss über die Durchführung der Anliegerversammlung zu fassen. Dies erfolgte einstimmig.

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