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Staudentausch der KFD

„Fette Henne“ macht richtig was her

Brock

Wenn die „Fette Henne“ oder der „Frauenmantel“ im Angebot sind, kann das nur eins bedeuten: Der Staudentausch der KFD St. Ambrosius macht wieder auf dem Kirchplatz Station.

-rei-

Diese drei sind große Freundinnen von allem, was grünt und blüht: Maria Brüske, Mathilde Breuer und Marlies Fiege (v.l.). Foto: Anne Reinker

Spätestens wenn die Tage kürzer werden und sich der Herbst ankündigt, wird der grüne Daumen wieder zum Leben erweckt. Dann kommt der Staudentausch ins Spiel. Am Dienstag veranstaltete die Bröcker Frauengemeinschaft wieder diese Aktion. Auf dem Kirchplatz durften Pflanzen jeglicher Art gebracht, geholt oder getauscht werden. Die Spendengelder kommen der Mukisa Foundation Uganda zugute.

Aus drei Gärten hatte Marlies Fiege Ableger von Blumen oder Sträuchern mitgebracht, aufgrund der großen Menge direkt mit dem Anhänger. Die Garten-Unkundigen unter den Besuchern haben sich vermutlich gewundert, mit welchen Bezeichnungen die Pflanzen versehen waren: „Fette Henne“ oder „Frauenmantel“ beispielsweise.

Maria Brüske konnte die „Fette Henne“ empfehlen. „Die Blüten kann man wunderbar trocknen“, erklärte sie. „Die machen dann richtig was her“, führte sie weiter aus. Sie selber habe sie gemeinsam mit Hortensienblüten in einer Vase zusammengesteckt.

„Im Winter muss sie rein“

Auch Apfelsinenbäumchen und verschiedenste Bodendecker hatte Marlies Fiege im Angebot. Zudem die Calla, die viele Blumenfreunde sicherlich eher als Zimmerpflanze kennen. Eine ihrer Unterarten kann auch gut draußen leben, jedoch: „Im Winter muss sie rein“, berichtete Fiege. Daher braucht man etwas Platz, um die Knollen zu überwintern, idealerweise passiert das in einer Kiste mit trockenem Sand oder Stroh.

Mathilde Breuer, die einige Exemplare der exotischen Blühpflanze mitnahm, wird eine Überwinterung versuchen. Sie selber brachte die sogenannte Verbene mit, auch unter Eisenkraut bekannt. „Die säen sich selber bei mir aus“, sagte sie. Und wenn es ihr zu viel werde, reiße sie die Ableger einfach heraus. Der große Nutzen der Verbene: „Erst gehen Insekten daran, später dann die Vögel“, erklärte Mathilde Breuer den Vorteil für die Tierwelt.

Wer den Staudentausch in Brock verpasst hat, aber Lust auf eine kostengünstige Umgestaltung der Beete verspürt, findet bei der Staudenbörse der KFD Ambrosius noch ein Chance. Diese findet am morgigem Donnerstag im Rahmen des Wochenmarktes statt.

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