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Partnerschaft zwischen St. Ambrosius und Nyundo

FFP2-Masken aus Ostbevern für Ruanda

Ostbevern

Bisher waren die Schüler in den öffentlichen Schulen in der Partnergemeinde Nyundo in Ruanda mit Stoffmasken ausgestattet. Dank einer Spende aus Ostbevern konnte Adrienne Mukamitali jetzt FFP2-Masken verteilen.

Bisher trugen die Schüler in den öffentlichen Schulen im Bistum Nyundo in Ruanda Stoffmasken. Dank einer Spende aus der Bevergemeinde konnten sie nun von Adrienne Mukamitali mit FFP2-Masken versorgt werden. Foto: Adrienne Mukamitali

Auch wenn der Vulkanausbruch gerade in der Ostbeverner Partnergemeinde Nyundo das Hauptthema ist, so ist die Corona-Pandemie in dem afrikanischen Land keineswegs erledigt. Neben Adrienne Mukamitali, ist auch Cyprien Dukuzumuremyi seit langem Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen aus der Bevergemeinde.

Auch in Ruanda sinkt aktuell die Zahl der Neuinfektionen. Dennoch ist die Lage schwierig. „Viele Menschen in bereits sehr prekären Lebensverhältnissen haben durch die Corona-Beschränkungen ihre Einkommensmöglichkeit verloren, kaum jemand von ihnen verfügt über Ersparnisse. Damit wird Corona nicht nur zu einer gesundheitlichen, sondern auch zu einer existenziellen Bedrohung“, berichtet Ewald Brünen nach den Gesprächen mit Mukamitali und Dukuzumuremyi.

Dennoch zeichnet sich für Ruanda zumindest in der Hinsicht eine kleine Verbesserung ab, dass das Land nun eine erste Lieferung von 250 000 Impfdosen bekommen hat. Durch die Unterorganisation COVAX der WHO seien Ruanda insgesamt eine Million Impfdosen versprochen worden. Damit ist Ruanda eines der drei afrikanischen Länder, die überhaupt Impfstoff bekommen. Der Grund dafür: In Ruanda können die notwendigen Kühlketten für die Impfstoffe eingehalten werden. Die ersten Menschen haben auch bereits eine Impfung erhalten. Neben den Menschen die in den medizinischen Berufen arbeiten, erhalten auch Pädagogen den Impfstoff.

Einen besonderen Status erhielt auch Adrienne Mukamitali. Sie kommt täglich mit einer Vielzahl verschiedener Menschen in Kontakt und wurde deswegen von den Behörden als besonders schutzwürdig eingestuft.

Seit Ende März sind in Ruanda auch die Schulen wieder geöffnet. 42 Wochen waren die Einrichtungen geschlossen. Zum Vergleich: In Deutschland waren die Schulen zuletzt 18 Wochen nicht geöffnet. Homeschooling, Distanz- und Wechselunterricht sind hierzulande mittlerweile nahezu an der Tagesordnung. „In Ruanda ist so etwas aufgrund der fehlenden technischen Voraussetzungen undenkbar“, berichtet Brünen. Viel schlimmer als der fehlende Unterricht sei jedoch die Tatsache, dass es für die Kinder in den vergangenen 42 Wochen keine warme Mahlzeiten gegeben habe. „Das ist sonst an den Schulen Ruandas üblich“, so der Ostbeverner weiter.

Deswegen hätten sich Adrienne und ihre Mitstreiter in erster Linie um die Versorgung der Ärmsten gekümmert. Lebensmittel, Hygieneartikel und Masken hätten oberste Priorität gehabt. Möglich gemacht haben dies zahlreichen Spenden aus Ostbevern, wie auch über die Ortsgrenzen hinaus. „Auch die Sendung einer großen Anzahl gespendeter FFP2-Masken aus Ostbevern, die ein Unternehmen dankenswerter Weise einschließlich des Transports nach Kigali zur Verfügung stellte und die an die Adresse von Cyprien geleitet wurden, konnten dem Bistum Nyundo und der Arbeit Adriennes zur Verfügung gestellt werden“, sind Ewald Brünen und sein Team für die große Unterstützung aus der Bevergemeinde dankbar. Inzwischen habe Adrienne die Masken in den öffentlichen Schulen verteilen können.

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