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THW ist vor einem Jahr umgezogen

Frauenanteil hat sich mehr als verdoppelt

Warendorf/Ostbevern

Das THW ist vor einem Jahr von Ostbevern nach Warendorf umgezogen. Seit Beginn der Umzugsmaßnahmen traten dem Ortsverband knapp 30 neue Mitglieder bei. Und der Frauenanteil hat sich im Fünfjahresvergleich mehr als verdoppelt.

wn

Vor fast genau einem Jahr ist das Technische Hilfswerk (THW) nach Warendorf umgezogen. Das erste Fazit fällt sehr positiv aus. Foto: THW

Vor genau einem Jahr begann der Ortsverband Warendorf der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) seinen Umzug von Ostbevern an seinen jetzigen Standort im Gewerbegebiet West „Am Hartsteinwerk“ in Warendorf. Aufgrund guter Vorbereitungen der Ehrenamtlichen wurden trotz der durch coronabedingten Einschränkungen bereits am 18. April 2020 die Einsatzfahrzeuge des Ortsverbandes verlegt und auch Einsätze schon ab diesem Zeitpunkt vom neuen Standort aus angefahren.

Lange vakante Schlüsselpositionen neu besetzt

War der Umzug zu diesem Zeitpunkt auf lokaler Ebene in Teilen noch umstritten, zeigt sich inzwischen, dass die Befürworter des Ortswechsels mit ihren Prognosen richtig lagen und die Standortverlagerung unter anderem von einem starken Mitgliederzuwachs begleitet wurde, heißt es in einer Mitteilung des THW.

Seit Beginn der Umzugsmaßnahmen traten dem Ortsverband knapp 30 neue Mitglieder bei. So gelang es 2020 sogar, bereits 13 Grundausbildungsabsolventen im Technischen Zug sowie im Stab des Ortsverbandes aufzunehmen. Teilweise lange vakante Schlüsselpositionen wurden durch die damit einhergehenden personellen Veränderungen ebenfalls neu besetzt. Der Ortsverband verfügt aktuell über 44 Einsatzkräfte. Auch wenn der Anteil der Frauen mit dem Umzug ebenfalls angestiegen ist, ist dieser dennoch weiterhin stark ausbaufähig, heißt es weiter. Der Frauenanteil hat sich im Fünfjahresvergleich mit nun 15 Mitgliedern erfreulicherweise mehr als verdoppelt. Auch die Jugendgruppe freute sich über Zuwachs und hat nun 18 Mitglieder.

„Ich bin froh, dass wir den Schritt von Ostbevern in die Kreisstadt Warendorf gewagt haben“, so Mario Raab, Ortsbeauftragter (Dienststellenleiter). „Dies ging aber auch nur, weil nahezu alle Kameradinnen und Kameraden mitgezogen und den Umzug positiv begleitet haben. Das Fazit nach einem Jahr ist ein durchweg positives.“

2020 rund 9550 Dienststunden

2020 leisteten die Mitglieder des Ortsverbandes rund 9550 Dienststunden. Hierunter fallen knapp 1900 Einsatzstunden, von denen etwas mehr als 360 Stunden auf sogenannte Technische Hilfeleistungen entfielen. Nur 130 Stunden gab es in der Jugendarbeit. Alleine 3590 Stunden entfielen auf „Allgemeine Dienste“. Hierzu zählten vornehmlich Stunden im Zusammenhang mit den Umzugstätigkeiten, die durch die Ehrenamtlichen alleine gestemmt werden mussten. 2020 verzeichnete der THW-Ortsverband Warendorf 72 Einsätze und Technische Hilfeleistungen.

In diesem Jahr wurden die THWler aus Warendorf bisher zu elf Einsätzen gerufen und haben im Rahmen dieser schon 742 Einsatzstunden geleistet.

Bedingt durch die hohen Inzidenzwerte im Kreis ist der Jugenddienst aktuell noch ausgesetzt. Dennoch können sich an einer Tätigkeit im THW interessierte Kinder (ab zehn Jahren) und Jugendliche sowie Erwachsene jederzeit melden. Derzeit laufen auch Planungen für einen Infoabend am 31. Mai zum Start einer neuen Grundausbildungsgruppe.

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