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Spatenstich für die Mehrgenerationenhütte

Für eine lebenswerte Siedlung

Ostbevern

Damit die Eichendorffsiedlung am Ortsrand Ostbeverns lebenswert bleibt, legen sich die Mitglieder des Vereins „Initiative Eichendorffsiedlung“ mächtig ins Zeug. Jetzt gibt es auch Unterstützung aus dem Fördertopf „Vital.NRW“. Dennoch ist noch eine Menge Eigeninitiative gefragt.

Von Daniela Allendorf

Geimpft, getestet, genesen – das galt auch für die Mitglieder des Vereins „Initiative Eichendorffsiedlung“ bei der Zusammenkunft für die ersten Arbeitsmaßnahmen zum Bau der Mehrgenerationenhütte. Foto: privatprivat

„Die Siedlung soll lebenswert bleiben“, sagte René Teuber bei einem Pressetermin, als es um eine mögliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Lengericher Damm entlang der Eichendorffsiedlung ging. Dass die Bewohner der Siedlung diesen Satz in allen Facetten Ernst nehmen, zeigt sich inzwischen in mehreren Projekten.

Nachdem zunächst der Verein „Initiative Eichendorffsiedlung“ gegründet wurde, schaffen die Anlieger der historisch gewachsenen Siedlung in Ortsrandlage Ostbeverns jetzt einen Platz für alle. Mehrgenerationenhütte – so lautet der Titel des aktuellen Vorhabens. Bereits seit dem vergangenen Jahr planen die Mitglieder den Bau. Jüngst folgte der erste Spatenstich – bei dem auch Bürgermeister Karl Piochowiak beherzt zur Schüppe griff. „Das ist ein tolles generationsübergreifendes und identitätsstiftendes Projekt, das die Bewohner der Eichendorff-Siedlung hier realisieren. Ich finde es sehr beeindruckend, mit wie viel Engagement sich die Nachbarschaft hier für ‚ihre‘ Siedlung einbringt – vor allem nicht nur für sich selbst, sondern auch, dass die Eichendorff-Siedlung damit ebenfalls für andere erlebbarer und erfahrbarer wird“, sagt Piochowiak.

Erste Ideen zu dem Projekt gab es bereits im Sommer vergangenen Jahres. Konkret wurde es dann mit der Vereinsgründung zu Beginn diesen Jahres. In die Planung habe der Verein in den vergangenen Wochen und Monaten viel Zeit investiert, berichtet der erste Vorsitzende Siegmund Friedrich. Eine Zusammenarbeit fand dabei insbesondere mit „8Plus-Vital.NRW im Kreis Warendorf“, mit örtlichen Unternehmen und mit der Gemeinde Ostbevern statt. Jetzt kam die Förderzusage aus dem „8plus-Vital.NRW“-Programm und die Ehrenamtlichen konnten loslegen. Ob sie mit dem Bau – in einem ersten Arbeitsschritt wurde die Fläche eingeebnet und geschottert, damit ein festes Fundament die neue Hütte tragen kann – aber noch in diesem Jahr fertig werden, ist noch nicht ganz klar. Denn auch die Vereinsmitglieder sind von den Lieferschwierigkeiten in der Holzbranche betroffen.

In erster Linie soll die Hütte künftig vom Verein und den Anwohnern der Eichendorffsiedlung genutzt werden. Natürlich sei sie aber auch offen für alle, heißt es vom Verein, der sich damit auf Wanderer oder Radfahrer bezieht, die ein Päuschen einlegen wollen oder vor einem Regenschauer Schutz suchen.

Doch die Mehrgenerationenhütte ist aktuell nicht das einzige Projekt des Vereins. So sollen unter anderem zwei Flächen neu gestalteten werden. So wird ein Beet – die Fläche gehört der Gemeinde – komplett ausgekoffert und neu bepflanzt werden. Neben Stauden wird dort ein schlesischer Apfelbaum wachsen – in Anlehnung an die Entstehung der Siedlung. Eine weitere gemeindeeigene Fläche wird ebenfalls mit ehrenamtlicher Unterstützung des Vereins eine Neugestaltung bekommen. „Das ist eine größere Fläche“, sagt Laura Schlingmann von der Initiative. Deswegen werde dieses Areal aufgeteilt. In einem Bereich entstehe ein Parkplatz, auf der anderen Hälfte werde es ebenfalls Anpflanzungen geben. Eine Bank wurde an dieser Fläche bereits durch die Kolpingsfamilie aufgestellt – eine Aktion die ebenfalls durch das Programm „Vital.NRW“ gefördert wurde.

Ziel von „8Plus-Vital.NRW“ ist, regionale und innovative Projekte gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen aus der Region durchzuführen, um den ländlichen Lebensraum, den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität weiterzuentwickeln und zu stärken. Dabei kann sich jeder mit einer Idee oder einem Projekt um eine Förderung bewerben. In Ostbevern wurde neben den Bänken der Kolpingsfamilie auch die Anschaffung von sogenannten Mehrzweckhütten für Veranstaltungen gefördert. Weitere Infos zu dem Programm.

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