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Beschluss über geänderte Planung

Fußgängerzone in der „neuen Mitte“

Ostbevern

Schon lange arbeiten Verwaltung und Planungsbüro nts an der „neuen Mitte“ Ostbeverns. Jetzt sollen möglichst schnell die nächsten Schritte erfolgen. Für den 20. September ist zunächst eine Anwohnerversammlung geplant, dann müssen weitere Beschlüsse folgen.

Im Bereich des Kirchplatzes soll eine Fußgängerzone entstehen. Dazu sollte auch die Betonpfeiler und -mauern entfernt werden, schlägt das Ingenieurbüro nts aus Münster vor, um so einen Platz mit moderner Ausstattung zu schaffen. Foto: Daniela Allendorf

„Wir sind da, wo wir lange hin wollten“, sagte Georg Laumann (CDU) nach der Präsentation von Rolf Suhre vom Büro nts aus Münster. Suhre hatte den aktuellen Planungsstand zu Ostbeverns „neuer Mitte“ und die notwendige Alternativplanung vorgestellt. Mit der allerdings die Fraktion der Grünen so gar nicht einverstanden war. „Wir Grünen sind enttäuscht“, sagte Ulrich Lunkebein (Grüne). Sehr viel Pflaster, zu wenige Bäume und insgesamt zu wenig Grünflächen, monierte Lunkebein. Außerdem würden die Parkplätze wieder vollständig im Bereich des neu zu schaffenden Platzes vor der Ambrosiuskirche an der Bahnhofstraße liegen. „Wir hatten uns da ganz andere Dinge vorgestellt“, führte er weiter aus, um daraufhin vom Ausschussvorsitzenden Philipp von Beverfoerde (CDU) etwas ausgebremst zu werden, da der Beschluss über die geänderte Planung gefasst werden musste – am Ende ohne die Stimmen der Grünen.

Platz mit moderner Ausstattung

Denn „ein strammer Zeitplan“ liegt in Sachen der 2,1 Millionen teuren „neuen Mitte“ vor allen Beteiligten, formulierte Rolf Suhre eingangs. Einer der entscheidenden Punkte in der Planung ist die Schließung der Bahnhofstraße im Bereich des jetzigen Kirchplatzes. Dort soll eine Fußgängerzone mit dem Hinweis „Fahrräder frei“ entstehen, um so den platzartigen Charakter herzustellen. Dafür sollten auch die jetzt vorhandenen Steinbänke und Holzpoller entfernt werden, so Suhre. Stattdessen wäre es sinnvoll auf eine „moderne Ausstattung“ zu setzen und auch gleich beispielsweise für Veranstaltungen „weiterzudenken und Wasseranschlüsse oder Abflussanlagen für Toilettenwagen“ zu installieren.

Rolf Suhre, nts

Was die Verkehrsströme betrifft, die sich mit Schließung der Bahnhofstraße auf die umliegenden Straßen verteilen werden, konnte Suhre noch nicht bis auf die letzten 100 Pkw sagen. Nur so viel: „Im Oktober 2021 hat es eine Verkehrszählung gegeben und auch noch vor einige Tagen. Dabei wurden 1800 Fahrzeuge werktags gezählt.“ Rolf Suhre glaubt nicht, dass sich die Zahlen zu 100 Prozent auf die umliegenden Straßen verteilen werden, sondern, dass man auf diesem Weg eine Förderung des Radverkehrs und ein Umdenken bei der Bevölkerung erreichen könne – beispielsweise bei Eltern, die ihre Kinder jetzt noch mit dem Auto zur Schule bringen, die dann eventuell doch auf das Rad umsteigen. Auch könnte die Schließung Teil des Mobilitätskonzeptes werden.

Mehr Halteraum für Busse

Eine kleine Änderung gibt es an den Bushaltestellen. War auf der Seite des Rathauses an der Hauptstraße bisher nur Raum für einen haltenden Bus, so ist dort jetzt – wie auf der gegenüberliegenden Seite – Platz für zwei Busse, die dort hintereinander halten können.

Dabei ist bei den jetzigen Planungen noch nichts in Stein gemeißelt. „Das ist ein Arbeitsstand mit dem wir in die Bürgerinformation gehen wollen“, so Suhre. „Das hat alles noch Ecken und Kanten, und es gibt noch Abstimmungsbedarf“, verwies der Fachmann auf die Bürgerinformation am 20. September. Diese wird um 18 Uhr in der Mensa der Josef-Annegarn-Schule stattfinden. Weitere Beschlüsse sollen dann in den Oktober-Sitzungen des Umwelt- und Planungsausschusses, wie im Rat gefasst werden, bevor es von Januar bis Juni kommenden Jahres in die Ausführungsplanung gehen soll.

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