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Geflügelpest-Ausbruch in Betrieb in Ostbevern

Ostbevern

Der Verdacht hat sich bestätigt: In einem Legehennenbetrieb in Ostbevern hat es einen Geflügelpest-Ausbruch gegeben. Halter von Geflügel sind nun aufgefordert, ihren Bestand dem Veterinäramt mitzuteilen und ihre Tiere nur noch im Stall zu halten.

Von Daniela Allendorf

Ähnlich wie hier im Kreis Cloppenburg wurde auch in Ostbevern ein Sperrbezirk eingerichtet.  Foto: dpa (Symbolbild)

In Ostbevern gibt es in einem Legehennenbetrieb, in dem die Geflügelpest ausgebrochen ist. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Verdacht, der am Freitag aufkam, am Wochenende bestätigt. Das Kreisveterinäramt regierte umgehend und richtete kurzfristig eine Schutz- und eine Überwachungszone mit einem Radius von drei und zehn Kilometern rund um den betroffenen Betrieb ein, teilt der Kreis Warendorf auf Nachfrage mit.

Der Ausbruch der Geflügelpest hat für Tierhalter im  Bereich dieser Sperrzonen einige Konsequenzen. So müssen sie dem Veterinäramt unverzüglich die Anzahl der bei ihnen gehaltenen Vögel melden und eine Vielzahl von Hygienemaßnahmen beachten.

Kreisveterinäramt ordnet Stallpflicht an

Doch nicht nur das. Für die Halter gelten auch unverzüglich Handels- und Transportbeschränkungen. Zudem dürfen Vögel, Säugetiere, Fleisch und Eier nicht in einen oder aus einem anderen Betrieb verbracht werden. Das Kreisveterinäramt hat darüber hinaus eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Stallpflicht für Geflügel in der Schutz- und in der Überwachungszone anordnet.

Zwar kann eine längerfristige Aufstallung, also die Haltung der Tiere im Stall, belastend sein. Allerdings sei es auch eine wichtige Maßnahme, um das Risiko einer Virusübertragung zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu verringern, heißt es dazu vom Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz nordrhein-Westfalen (LANUV).

Vielseitige Übertragungswege

Die anzeigepflichtige Geflügelpest wird durch krankmachende Vogelgrippe-Viren, sogenannte HPAIViren, verursacht. In der Regel werden die Viren durch Wassergeflügel, wie zum Beispiel Gänse, durch einen direkten oder indirekten Kontakt zu Hausbeständen übertragen, heißt es bei LANUV weiter. Dabei können die Übertragungswege vielseitig sein, bespielsweise durch Ausscheidungen oder das gemeinsame Nutzen von Wasserquellen von Haus- und Wildgeflügel. Für den Menschen ist das Ansteckungsrisiko überaus gering. Nur Personen die intensiven und direkten Kontakt zu schwer erkrankten Tieren hatten, gelten als gefährdet.

Erkrankte Tiere bekommen in der Regel  innerhalb einer kurzen Inkubationszeit hohes Fieber. Neben dem Fieber fallen die Tiere durch Appetitlosigkeit, Schwäche, Teilnahmslosigkeit und Atemnot auf. Der Verlauf der Erkrankung endet zumeist tödlich.

Hotline eingerichtet

Für Rückfragen wurde eine Hotline zur Geflügelpest eingerichtet. Sie ist montags bis freitags von 8 Uhr bis 16 Uhr unter 02581/533838 zu erreichen. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Kreises Warendorf.

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