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„Literarischer Aschermittwoch“ des Vereins Ostbevern Kultur im Online-Format

Geflunkertes Annen-Märchen

Ostbevern

Auf die humorvolle Jahres-Abrechnung mussten die Freunde des „Literarischen Aschermittwochs“ in diesem Jahr nicht verzichten. Allerdings gab es diesen nicht – wie sonst üblich – live, sondern auf der Vereins-Homepage zu sehen.

Von Anne Reinker

Die „flotten Flunker-Fakten mit Fuxx-News“ mit Christa Seeburg und Christian Kötter (oben l.) gibt es ebenso online, wie auch das „Annen-Märchen“ mit Archie Achenbach Foto: Anne Reinker

Der „Literarische Aschermittwoch“ ist Kult. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung des Vereins Ostbevern Kultur pandemiebedingt ausfallen, auch auf den diesjährigen satirischen Rückblick verzichteten die Organisatoren mit Blick auf die Inzidenzzahlen. Doch sie hatten eine Alternative parat: Um 19.59 Uhr starteten drei Beiträge auf der Vereins-Homepage.

Für sein „Annen-Märchen“ hatte Frank Düring Archie Achenbach gewinnen können. Achenbach, Urgestein des hiesigen Aschermittwochs, erzählt darin von den „Streichen“ des früheren Bürgermeisters. So heißt es unter anderem: „Denn nun galt es zu regieren, zum Wohle des Dorfes zu agieren! Dabei aber das Eigenwohl nicht zu vergessen, das schien ihm doch sehr angemessen.“ Von „guten Kontakten zu Investoren-Kreisen“, „Pfusch am Bau“, versteckten Ordnern des Bürgermeisters bis zum Einsatz der Staatsanwaltschaft warf Archie Achenbach einen Blick auf die Aufreger der vergangenen Jahre. Und die Moral von der Geschicht? Er weiß sie nicht, doch „eines weiß ich ganz bestimmt, die Gewissheit mir keiner nimmt: Dieser Bürgermeister ist von dannen! Und das ist das Beste, was man sagen kann, über...“.

Lustiges aus dem Rathaus

„Herzlich willkommen“ hieß es bei den „flotten Flunker-Fakten mit Fuxx-News“, die Christa Seeburg und Christian Kötter in den Literarischen Aschermittwoch einbrachten und nun unter anderem Bürgermeister Piochowiak zum Thema machten. Dieser sei „schockierend“, habe er doch so ein schönes Elektroauto vor der Tür stehen, sei aber mit dem Fahrrad gesehen worden. „Da ist jede Akkuladung offensichtlich schon eine zu viel“, regten sich Seeburg und Kötter auf.

Beleuchtet wurde auch der unerwartete Besuch von Staatsanwaltschaft und Kriminalbeamten im Rathaus, die großzügig über die Unordnung in der Verwaltung hinwegsahen und „beim Aufräumen halfen“. Fleißig „trugen sie alte Aktenordner, die mit dem Bau irgendeines unbedeutenden Kindergartens zu tun hatten und für den man in Ostbevern eh keine Verwendung mehr hatte, vor die Tür“. Auch bei einem „Frühjahrsputz“ in Trier hätten diese geholfen.

Rund um den Gemeinderat

Mit Beiträgen rund um den Gemeinderat, den Bau der Wischhausstraße, die Kirchner-Immobilie, den „sprachlosen“ Cäcilienchor und mit weiteren Storys aus der Bevergemeinde sorgten die beiden für Unterhaltung.

Einen „Ich-Du-Bai“-Reisebericht der etwas anderen Art trug Sandra Lenz vor, die als rheinische Hausfrau die dortige Welt kommentierte und das Fazit zog, dass man Ostbevern genießen sollte.

„Wir haben überlegt, was wir machen können“, erklärte Frank Düring, der die Vorbereitungen getroffen und die Beiträge von Achenbach, Seeburg und Kötter selbst geschrieben hatte, um den „Literarischen Aschermittwoch“ nicht ganz ausfallen zu lassen. Ein Vorteil gegenüber einer Live-Veranstaltung: Die Filme sind über www.ostbevernkultur.de künftig noch zu sehen.

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