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Modellprojekt

Geld für grüne Energie

Ostbevern

Im Verbund mit Telgte ist Ostbevern eine „KWK-Modellkommune“. Das Land fördert die Kraftwärmekopplung mit mehreren Millionen Euro. Jetzt ist die Zusage für diese Fördergelder da.

Engelbert Hagemeyer

Die Brennstoffzellen, die die Sportvereine mit Energie versorgen sollen, funktionieren wie dieses Modell. Foto: Weihrauch

Telgte und Ostbevern sind im Verbund bekanntlich eine von sechs Gemeinden und Gemeindezusammenschlüssen, die vom Land als „KWK-Modellkommune“ unterstützt werden. Mit der Kraft-Wärme-Kopplung soll die Energiewende vorangetrieben werden. 25 Millionen Euro sind im Fördertopf, das Geld wird auf alle sechs verteilt. Nachdem Ostbevern und Telgte die Jury mit ihrem Konzept überzeugt hatten und im vergangenen Herbst ausgewählt worden waren, stellten die beiden Gemeinden zusammen mit dem Projektpartner Stadtwerke ETO die Anträge für die Fördergelder. Diese Anträge sind jetzt bewilligt worden.

Damit ist das umfangreiche Projekt einen großen Schritt weiter. „Wir werden uns jetzt mit den Projektpartnern über das weitere Vorgehen abstimmen“, sagt Constantin Krass von den Stadtwerken. Die Idee ist, in den beiden Gemeinden insgesamt 111 Blockheizkraftwerke (BHKW) und drei Brennstoffzellen installiert werden. In Privathaushalten, aber auch in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. So ist geplant, dass Mini-BHKW bei Einzelprojekten eingesetzt werden, während etwa bei Vossko eine größere Anlage montiert wird. Bei den Sportvereinen in Ostbevern und Westbevern sollen nach den Plänen Brennstoffzellen installiert werden, die die Vereine vor allem mit Strom, aber auch mit Wärme versorgen. „Dort können die Anlagen die Grundlast tragen“, sagt Constantin Krass. Während die Installation der Brennstoffzellen in absehbarer Zeit erfolgen soll, gibt es für das BHKW-Projekt noch keine Termine.

Bereits heute gibt es rund 30 Blockheizkraftwerke in beiden Gemeinden. Durch die Förderzusage wird die Zahl deutlich ansteigen. Obwohl sie dezentral aufgestellt werden, bietet sich die Möglichkeit, sie zu vernetzen und so ein virtuelles Kraftwerke zu schaffen, bei dem die Erzeugung von Strom und Wärme von zentraler Stelle je nach Anforderung gesteuert werden kann.

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