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Bewerbung für das Leader-Projekt geht in die nächste Runde

Gemeinde hofft auf Fördergelder

Ostbevern

Der Rat der Gemeinde Ostbevern möchte die Bewerbung der Region für das kommende Förderprogramm „Leader-Förderperiode 2023 bis 2027“ unterstützen. Er hofft, dass auch weitere Kommunen mit von der Partei sind, damit neue Projekte zur Stärkung des ländlichen Raumes umgesetzt werden können.

Von Daniela Allendorf

In der Gemeinde Ostbevern konnte man bereits von regionalen Förderprogrammen profitieren. Foto: Meike Patalong

42 Antragsteller, nur 24 erhielten den Zuschlag – damals ging es um die Bewerbung von acht Kommunen sowie dem Kreis Warendorf als Leader-Region. Den Zuschlag gab es damals nicht, dafür konnten aber über ein weiteres Förderprogramm – quasi die kleine Schwester des Leaders „Vital.NRW“ – rund 1,9 Millionen Euro in den Kreis geholt werden.

Davon hat auch die Bevergemeinde profitiert. So konnten unter anderem die Bänke, die an verschiedenen Stellen in und rund um die Gemeinde von der Kolpingsfamilie installiert wurden, über das Programm finanziert werden. Noch bis zum Jahr 2023 läuft das Förderprogramm, an dem auch die Kommunen Beelen, Drensteinfurt, Ennigerloh, Oelde, Sassenberg, Sendenhorst und die Warendorfer Ortsteile beteiligt sind.

Bislang Unbeteiligte animieren

Der erfolgreiche Förderprozess soll nun in die nächste Runde gehen. Da aber keine Aussicht auf Fortsetzung des „Vital.NRW“- Förderprogramms besteht, möchte sich die Region nunmehr erneut für die kommende „Leader-Förderperiode 2023 bis 2027“ bewerben. Ein Vorgehen, dem sich der Rat jüngst vollumfänglich anschließen konnte.

Allerdings regte Dr. Meinrad Aichner (FDP) kurz an, dass der zuständige Verein „8Plus – Vital.NRW im Kreis Warendorf“ sich bemühen sollte, auch bisher nicht beteiligte Städte und Kommunen im Kreis Warendorf zu animieren, sich ebenfalls zu beteiligen und sich hinter die Bewerbung zu stellen. So seien beispielsweise Telgte und Everswinkel bisher nicht dabei und „die sollte man mit an Bord holen“, sagte Aichner.

Für die Bewerbung ist die Fortschreibung sowie Ergänzung der regionalen Entwicklungsstrategie notwendig. Dafür ist jedoch die Unterstützung und Begleitung durch ein Fachbüro notwendig. Das wiederum bedeutet aber, dass Kosten anfallen. Diese werden zwar bis zu maximal 25.000 Euro gefördert, dennoch ist für die beteiligten Kommunen davon auszugehen, dass sie sich mit rund 2000 Euro an den Bewerbungskosten beteiligen müssen.

Folgekosten für die Gemeinde

Sollte die 8Plus-Region Leader-Region werden, werden weitere Folgekosten im Rahmen eines Co-Finanzierungsanteils auf die Gemeinde zukommen. Derzeit beteiligt sich Ostbevern am Vita-NRW-Förderprogramm mit rund 5000 Euro jährlich. Die Summe von rund 10.000 Euro pro Jahr pro Kommune steht unter Umständen bei einer möglichen Leader-Region für die Gemeinde unterm Strich. Wobei die genauen Kosten erst im Rahmen des Bewerbungsprozesses ermittelt werden und 2022 feststehen werden. Die Erhöhung des Co-Finanzierungsanteils ist damit begründet, dass für die Geschäftsführung der Leader-Regionen zukünftig 1,5 Personalstellen vorzusehen sind. Doch die Investition wird sich bezahlt machen, denn sollte die Leader-Bewerbung der 8Plus-Region erfolgreich sein, dann könnte die Region ab 2023 voraussichtlich mit rund 3,2 Millionen Euro Fördermitteln rechnen, die in Projekte zur Umsetzung der Regionalen Entwicklungsstrategie investiert werden können.

Aktion zur ländlichen Entwicklung

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