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Lieferschwierigkeiten

Geschenke in letzter Minute

Ostbevern

Die Pandemie und ihre Auswirkungen machen einigen Unternehmen in Ostbevern Schwierigkeiten, unter anderem, weil Zulieferer Lieferschwierigkeiten haben.

Von Anne Reinker

Marlene Wietkamp (r.) und ihre Mitarbeiterin Heidemarie Heitmeier sorgen dafür, das persönliche Geschenke unter dem Baum liegen. Foto: Anne Reinker

Die Pandemie hinterlässt Spuren bei den Unternehmen, auch in der Bevergemeinde. Ausgerechnet jetzt, wo das Weihnachtsgeschäft läuft, sind einige Kunden verunsichert ob ihrer Einkaufsmöglichkeiten. „Die Leute haben die Befürchtung, dass sie zu Weihnachten nicht mehr rechtzeitig das bekommen, was sie möchten“, erklärt Marlene Wietkamp. Bei manchen Kundenwünschen, so die Inhaberin der Goldschmiede, sei das auch der Fall. Sollten diese nicht zu individuell sein, lasse sich noch vieles machen und das ausgewählte Geschenk werde den Glücklichen an den Feiertagen „direkt ins Herz treffen“, verspricht sie.

„Es ist eine sehr wichtige Zeit für uns“, berichtete Marlene Wietkamp. Die Vorweihnachtszeit gehöre zu den Wochen, in denen auch bei ihr eine besonders große Nachfrage herrsche.

Wer kauft was für wen? „Frauen beschenken gerne ihre Mütter, Töchter oder Freundinnen mit Schmuck“, stellte sie fest. Für die Männer würden hingegen eher Uhren gekauft, weiß die Fachfrau.

Die Männer wiederum kauften für ihre Liebsten gerne Schmuck, aber sie ließen sich (oft) Zeit. „Je näher wir an Weihnachten kommen, desto mehr Männer kommen zum Kaufen“, berichtet Wietkamp mit einem Schmunzeln. „Wenn man jetzt losgeht, kann man stressfreier einkaufen.“

Wer ganz individuellen Schmuck verschenken möchte, sollte sich bald zu einem Besuch entschließen, denn beispielsweise der Fingerabdruck auf einem Anhänger – eine beliebte Idee bei vielen Kunden – koste Zeit. „Eine Namensgravur ist aber bis kurz vor Weihnachten noch möglich“, konnte sie versprechen. Wer aktuell keine Gelegenheit zum Shoppen hat, dem bietet Wietkamp eine telefonische Beratung an, Bilder versendet sie auch über den digitalen Weg.

Ihr Einkauf bei den Großhändlern gestaltete sich – wen wundert es in diesem Jahr – schwierig. „Es gibt Lieferschwierigkeiten, genaue Termine können von ihnen nicht genannt werden“, erläuterte die Goldschmiedemeisterin die Unsicherheit der vergangenen Zeit. Manche Händler vertrösteten sie bereits auf eine Lieferung im Februar. Die Schwierigkeiten lägen nicht nur alleine an der Herstellung der Waren, sondern auch bei den Verpackungsmaterialien, etwa die Schmuckkästchen. „Das werden wir noch nachgeliefert bekommen“, weiß Marlene Wietkamp. „Früher haben wir aber nie über so etwas nachdenken müssen.“

Die Geschäftswelt insgesamt hat zu kämpfen im Weihnachtsgeschäft. Auch die notwendig gewordene 2G-Regel in Geschäften, die nicht den täglichen Lebensbedarf anbieten, stellt die Gewerbetreibenden vor bis dato unbekannten Herausforderungen. Auch Marlene Wietkamp musste sich schnell darauf einstellen. Der Spender für Desinfektionsmittel steht schon länger am Eingang, nun kommt noch der 2G-Nachweis hinzu.

„Das wird dementsprechend ausgeschildert“, sagte die Unternehmerin. „Und jeder, der ins Geschäft kommen möchte, wird kontrolliert“, fügte sie am Ende hinzu.

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