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Ausstellungseröffnung in La Folie

Geschichten voller Gewalt, Verzweiflung und Hoffnung

Ostbevern

Zur Ausstellungseröffnung in La Folie kamen über 40 Gäste. Ausgestellt werden Bilder von Ursula Mindermann zum Thema „The Wall – Bilder aus Palästina“.

Anne Reinker

Thomas Gabriel (M.) von Ostbevern Kultur führte in die Ausstellung mit Bildern von Ursula Mindermann ein. Die Telgterin präsentiert in la Folie „The Wall – Fotos aus Palästina“. Foto: Reinker

Von welchen Gegensätzlichkeiten das Land Palästina seit dem Bau der israelischen Mauer geprägt ist, erlebte Ursula Mindermann bei mehreren Aufenthalten dort. Eindrücke davon konnten am Sonntag die ersten Besucher der Ausstellung in der la Folie sammeln. Das Interesse war da bereits groß: Über 40 Gäste nahmen an der Eröffnung von „The Wall – Fotos aus Palästina“ teil. Eingeladen dazu hatte der Verein Ostbevern Kultur.

Schon mit Betreten des Ausstellungskubus wurde die beklemmende Stimmung deutlich – sichtbar gemacht durch den Aufbau und die Position der Trennwände –, die die Sperranlagen entlang der Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland auslösen. Den Gang entlang der knapp 30 Fotografien empfahl Ursula Mindermann im Uhrzeigersinn zu nehmen. Denn so konnten die Besucher den Auslandsaufenthalt der Telgterin am besten nachvollziehen. Vom Einlass in das Gebiet über die Besonderheiten der acht Meter hohen Mauer und der Gewalt bis hin zu den Menschen, die dort ihren Alltag leben, konnten die Betrachter so einen ganz besonderen Eindruck von Palästina gewinnen.

„Ich liebe Bilder, die Geschichten erzählen“, meinte Thomas Gabriel zur Eröffnung. „Und hier werden Geschichten voller Gewalt und Verzweiflung, aber auch von Herzlichkeit und Hoffnung erzählt“, sagte der Laudator. Alle Exponate der Reisenden, die auch Mitglied im Fotokreis ist, überzeugten durch ihre große Empathie. Ursula Mindermann habe die Grenzmauern, die einerseits als Grundlage für Graffiti und Obststände dienen aber auch Ort für Müllhalden seien, in beeindruckender Weise wiedergegeben, sagte Gabriel.

Mit der Kamera hielt die Hobbyfotografin aus der Emsstadt die alltägliche Gewalt und Auseinandersetzungen, die Konflikte zwischen den Menschen und das willkürliche Handeln der israelischen Staatsmacht fest. Sie zeigen den Betrachtern aber auch die Stärke und den Mut von Ursula Mindermann, in die ungeschützten Gebiete Palästinas zu reisen.

Weitere Fotografien offenbarten die Schönheit Palästinas. Das kulturelle Leben, die Atmosphäre auf dem Marktplatz in Bethlehem und vor allem die Menschen hielt Mindermann in großen Portraitaufnahmen fest. „Die Präsenz der Gewalt steht im großen Kontrast zur Offenheit und Freundlichkeit der Menschen“, sagte die Künstlerin.

Ihr Bilder sind Eindrücke, die sie nicht mehr loslassen. Auch die Betrachter durften sich von den Fotos in den Bann gezogen fühlen.

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 24. April an den Sonntagen von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung, ✆ 0 25 32-90 432.

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