„Charity Trailtag“

Gesucht und gefunden

Ostbevern

Auch in Ostbevern wurde der zweite europaweite „Charity Trailtag“ begannen. An der Josef-Annegarn-Schule hatten sich dafür Besitzer und ihre vierbeinigen Freunde auf Einladung vom Verein „Hund, Spaß und Sport“ eingefunden, und sich im „Mantrailing“ geübt.

Anne Reinker

Beim Mantrailing muss sich der Vierbeiner mit Hilfe seines Geruchssinns auf die Suche nach einer versteckten Person machen. Foto: Reinker

Mit ihrer Spürnase direkt über dem Boden, aber auch an Sträuchern und Mauern entlang machten sich einige Hunde, begleitet von ihrem Besitzer, auf den Weg durch die Gemeinde. Doch nicht für einen Wettbewerb, sondern für den guten Zweck nahmen sie am zweiten europaweiten „Charity Trailtag“ teil. Als Gastgeber waren die Aktiven des hiesigen Vereins „Hund, Spaß und Sport“ dabei. Der Erlös, der am Ende bei 940 Euro lag, ging an das „Friedensdorf International“.

Bei dem Trail, oder genauer Mantrailing genannt, muss sich der Vierbeiner mit Hilfe seines Geruchssinns auf die Suche nach einer versteckten Person machen – und idealerweise auch finden. Über 23 Anmeldungen konnten sich die Organisatoren freuen. „Einige haben noch nie getrailt“, erklärte Susanne Werring vom örtlichen Verein, in dem drei Trailgruppen integriert sind. So konnten Tier und Mensch wortwörtlich „reinschnuppern“ in die Disziplin des Sporttrails. Aber auch schon Geübte waren dabei.

Die Rasse wie auch das Alter der Tiere spielen keine Rolle. „Auch mit Welpen kann man schon trainieren“, sagte Werring dazu. Kurzschnauzige Rassen jedoch haben es schwer. „Die haben rein anatomisch nicht so viele Riechzellen“, erläuterte sie.

Dem „Versteckspiel“ geht voraus, dass dem Tier ein eigens dafür genutztes Geschirr angelegt wird. Dann nimmt der Hund eine Probe des Menschengeruch. „Das kann zum Beispiel ein Schal sein, den die Person getragen hat“, erläuterte Susanne Werring. Hunde, die schon als fortgeschritten gelten, reiche schon eine Schnüffelprobe vom Handy oder dem Schlüsselbund.

Die Versteck-Person, so Susanne Werring, mache sich dann auf den Weg zur Stelle ihres Verstecks. Mindestens sind das 300 Meter, das weiteste ist etwa ein Kilometer weit weg. „Das stimmen wir auf die Hunde ab“, so die Expertin. Aufgrund des hochsommerlichen Wetters wählte man eher kürzere Strecken, denn das Erschnüffeln ist für das Tier anstrengend.

Eine weitere Herausforderung bei der Spurensuche ist die Zeit. Will man es für die Vierbeiner schwierig machen, wird die Spur schon mehrere Stunden vorher gelegt. Auch plötzliche Richtungswechsel können eingebaut werden. Die Hunde müssen äußerst spontan reagieren, denn: „Der Trail ist abhängig davon, ob etwa Kaninchen auf der Strecke unterwegs sind oder es Gerüche von anderen Hunden gibt“, so Susanne Werring. Denn die bieten den großen Reiz der Ablenkung von der eigentlichen Spurensuche. In der Bevergemeinde gab es ebenfalls einige Kniffe. „Wasser ist immer schwierig“, meinte die Hundeliebhaberin bezüglich der Strecken in Nähe der Bever.

Eine weitere Schwierigkeit besteht, wenn sich die Versteck-Person mit einem Auto entfernt hat und somit nicht mehr aufzuspüren ist. „Der Hund muss dann auch ein negatives Ergebnis anzeigen können“, sagte Werring.

Auf den Weg machte sich Svenja Esmyol, die ihren Irish Setter „Max“ suchen ließ. Für die Grevenerin kam das Angebot des Trails in Ostbevern willkommen. „Bei uns gibt es zurzeit keine Trailgruppe“, bedauerte sie. Aufgrund der Beliebtheit sind diese Gruppen häufig voll, auch in der Bevergemeinde ist das so.

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