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„OstbevernKultur“

Best-Of-Programm des Lyrik-Projekts: Goethe triff auf Heinz Erhardt

Ostbevern

Angefangen hat alles vor 13 Jahren mit der Veranstaltungsreihe „Ostbevern liest …“. Das Lyrik-Projekt war eine Veranstaltung aus der Reihe und sollte den Titel „Das verlorene Herz“ tragen. Nun hat es sich verselbstständigt, eine Sammlung der vergangenen Jahre bildet die Grundlage für ein abendfüllendes Programm.

Ulla Elbers, Brigitte Pohl, Martina Licht, Frank Düring, Sandra Düring (v.l.) proben zur Zeit fleißig für die Aufführung am 1. Oktober. Foto: privat

Die Bühne ist dunkel. Eine leise, melancholische Melodie erklingt. Ein einzelnes Licht entflammt. Und der Sprecher setzt ein und Worte – sanft, traurig und wunderschön – fluten den Raum. Von diesem Moment geht ein besonderer Zauber aus, ganz so, wie es der Programmtitel verspricht. Das nächste Stück beginnt mit einem düsterem Soundteppich, gefolgt von Blitz und Donner, bevor der Sprecher in das Szenario einsteigt.

Diese Momente verdeutlichen eindrücklich, was das Lyrik-Projekt von OK.OstbevernKultur, für das zur Zeit in der Kulturwerkstatt intensiv geprobt wird, zu etwas ganz Besonderem macht. Es ist diese einzigartige Kombination von Text und Musik plus einer stimmungsvollen Inszenierung, die diese Veranstaltungsreihe zu einem Dauerbrenner und Highlight im Ostbeverner Veranstaltungskalender hat werden lassen.

Angefangen hat alles vor 13 Jahren mit der Veranstaltungsreihe „Ostbevern liest …“. Das Lyrik-Projekt war eine Veranstaltung aus der Reihe und sollte den Titel „Das verlorene Herz“ tragen. „Die Idee, Gedichte zu einem Thema mit Musik zu kombinieren und daraus ein abendfüllendes Programm zu gestalten, war neu und auch gewagt“, erklärt Regisseur Frank Düring rückblickend.

Bedenken ausgeräumt

Ein ganzer Abend nur mit Lyrik? Würden da überhaupt Zuschauer kommen? Und ist das mit der Musik nicht ein bisschen viel? Gehen darüber nicht die Feinheiten der Sprache verloren? „Alles Bedenken, die ich auch im Kreis der Akteure erstmal ausräumen musste“, erinnert sich Düring schmunzelnd. Aber als mit Matthias Bals ein Pianist gefunden wurde, der das Konzept intuitiv erfasste und kongenial umzusetzen wusste, waren bald auch die Rezitatoren Martina Licht, Ulla Elbers, Caroline Kunert und Brigitte Pohl überzeugt.

Und das Konzept ging auf! Das Publikum war begeistert. Über 150 Zuschauer kamen zu dieser ersten Veranstaltung und ließen sich zwei Stunden mit Gedichten und Liedern über die Liebe verzaubern. Seitdem hat das Lyrik-Team, das zwischenzeitlich um Sandra Düring und Reinhold Bußmann ergänzt wurde, jedes Jahr – außer coronabedingt in den letzten beiden – ein neues Programm zu Themen wie „Helden“, „Die sieben Todsünden“, „Wasser“ oder „Die 50er-Jahre“ auf die Beine gestellt.

Schatz an Liedern und Gedichten

„Dabei hat sich ein Schatz an Liedern und Gedichten angesammelt, der es Wert ist, noch einmal im Rahmen eines Best-Of-Programms auf die Bühne gebracht zu werden“, resümiert Düring mit Blick auf das aktuelle Programm, „lauter Lieblingsstücke, die den lyrischen Bogen weit spannen, so dass darin klassische Balladen von Goethe oder Schiller genau so ihren Platz finden wie die Deutsche Nachkriegslyrik und heitere Texte von Heinz Erhardt oder Robert Gernhardt.“

Aufgeführt wird das Best-Of-Programm am 1. Oktober (Samstag) um 20 Uhr in der Aula der Josef-Annegarn- Schule. Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf zehn Euro und sind in der Buchhandlung Düring erhältlich oder können über die Bestellfunktion auf der Homepage des Vereins www.ostbevernkultur.de reserviert werden, teilt der Verein in einer Ankündigung mit. An der Abendkasse sind die Karten zwei Euro teurer.

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